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Um 10: DAX startet Gegenbewegung, Entspannung bei US-Renditen und Ölpreis

Die Anleger am deutschen Aktienmarkt kommen nach den Turbulenzen der vergangenen Tage zur Besinnung und erkennen, dass ein Crash und Panik an den Märkten noch nie durch Dinge ausgelöst wurde, denen man sich wie im Falle der wahrscheinlichen Zinsanhebung sehenden Auges nähert. Schnäppchenjäger greifen zu, nachdem der DAX in den vergangenen neun Handelstagen um 1300 Punkte gefallen war.

Drei Belastungsfaktoren, die den DAX so stark fallen ließen, entspannen sich nun etwas. Der steile Renditeanstieg bei amerikanischen Unternehmensanleihen hatte an der Wall Street in den vergangenen Tagen für Unsicherheit gesorgt. Nun erkennen Bill Gross und andere große Investoren dort wieder günstige Bewertungen und steigen ein.

Der Preis für amerikanisches West-Texas-Öl stabilisiert sich im Bereich einer starken charttechnischen Unterstützung und steigt. Und last but not least scheinen sich die Märkte vorerst auch damit abgefunden zu haben, dass der Euro zum US-Dollar weiter aufwertet. Einige Händler halten die Korrektur der vergangenen Handelstage für übertrieben und steigen ein.

Banken und andere kommerzielle Händlern haben die zweithöchsten Long-Positionen bei US-Staatsanleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren aufgebaut. Sie sichern sich damit gegen einen Zinsanstieg ab. Vor einem Jahr haben sich diese Investoren noch gegen sinkende Zinsen abgesichert. Man könnte also behaupten, dass der Markt für einen Zinsschritt der US-Notenbank vorbereitet ist.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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