Um 10: DAX gibt weiter nach – Bevorstehende US-Zinswende beschäftigt die Anleger

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Die Sitzung der US-Notenbank und damit die wahrscheinliche erste Zinserhöhung seit zehn Jahren in den USA am kommenden Mittwoch werfen ihre Schatten voraus. Auch die Anleger am deutschen Aktienmarkt halten sich vor einer so wegweisenden Entscheidung zurück. Die am Markt veranschlagte Wahrscheinlichkeit für eine Zinswende in der kommenden Woche liegt bei 83 Prozent. Ein Zinsschritt gilt damit als fast sicher.

Aber es ist ein gutes Zeichen, dass Schnäppchenjäger gestern an der Wall Street und heute Morgen am japanischen Markt bei Aktien zugegriffen haben. Wenn die Aktienkurse in den Tagen vor der Fed-Sitzung steigen, kann man davon ausgehen, dass ein kleiner Zinsschritt in den Kursen bereits eingepreist ist.

Die Märkte werden sich deshalb auf mögliche Störfaktoren fokussieren, die einen Zinsschritt noch in letzter Sekunde verhindern könnten. Daher kommt der Ölpreisentwicklung, der Veröffentlichung der Produzentenpreise heute um 14:30 Uhr sowie der erneuten Yuan-Abwertung über Nacht eine besondere Bedeutung zu. Gibt es dort keine Überraschungen, könnte sich der DAX mit einem ruhigen Handel ins Wochenende verabschieden.

Jochen StanzlEin Beitrag von Jochen Stanzl

Er ist Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor war Jochen Stanzl über 15 Jahre bei der BoerseGo AG als Finanzmarktanalyst tätig und hat unter anderem die Portale GodmodeTrader, Jandaya und die Investment- und Analyseplattform Guidants mit aufgebaut und als erfolgreiche Kanäle in der deutschen Trading-Community etabliert. Sein analytischer Fokus liegt auf der Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse von Währungen, Rohstoffen, Anleihen und der weltweiten Aktienmärkte.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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