Linde: Warum der Industriegase-Hersteller solide aufgestellt ist

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Bildquelle: Pressefoto The Linde Group

Die Linde-Aktie (WKN 648300) wurde infolge der Senkung der mittelfristigen Ziele hart abgestraft. Allerdings dürften Anleger etwas über das Ziel hinausgeschossen sein, so dass sich nun eine günstige Einstiegsgelegenheit in einen solide aufgestellten Wert ergeben hat.

Schon bei der Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal Ende Oktober wurde deutlich, dass sich der Industriegase-Hersteller Linde in einem schwierigen Marktumfeld bewegt. Jetzt musste das DAX-Unternehmen seine mittelfristigen Ziele senken. Die EBITDA-Prognose wurde von 4,5 bis 4,7 Mrd. Euro auf 4,2 bis 4,5 Mrd. Euro gesenkt. Das entspricht einem Abschlag von 4 bis 7 Prozent. Bei der Kennzahl „Return on Capital Employed“ (ROCE) ging es wiederum von bisher 11 bis 12 Prozent auf 9 bis 10 Prozent nach unten. Daraufhin haben auch unsere DZ BANK Analysten ihre Gewinnschätzungen für Linde nach unten angepasst. Sie erwarten jetzt ein EBITDA für das Jahr 2017 von 4,47 Mrd. Euro (zuvor: 4,75 Mrd. Euro), während das ROCE bei 9,7 Prozent (zuvor: 10,3 Prozent) gesehen wird.

Als Gründe für die Prognosesenkung hatte Linde einen niedrigeren Anstieg der weltweiten Industrieproduktion für 2016, die Investitionszurückhaltung in der Öl- und Gasindustrie infolge der gesunkenen Energiepreise und höhere Preissenkungen des staatlichen Gesundheitssystems in den USA genannt. Diese Senkungen sollen sich in den Jahren 2016 bis 2017 auswirken. Nähere Informationen über die genauen Abschläge liegen nicht vor. Es sind nach Schätzungen unserer DZ BANK Analysten jedoch etwa 450 Mio. Euro Healthcare-Umsatz in den USA betroffen.

Aufgrund der Prognosesenkung und des Vergleichs mit dem Wettbewerb hat die DZ BANK den fairen Wert für die Linde-Aktie von 175,00 auf 170,00 Euro gesenkt. Allerdings ist man in der DZ BANK Researchabteilung auch der Ansicht, dass der Markt insgesamt zu heftig reagiert hat. Innerhalb kurzer Zeit fiel der Wert der Linde-Aktie um mehr als 20 Prozent. Dank des Kursrückgangs ist die Aktie laut Analysteneinschätzung nun ein interessantes Investment. Aus diesem Grund wurde die „Kaufen“-Einstufung bestätigt. Zumal die Ziele für das Geschäftsjahr 2015 bestätigt wurden und Linde weiterhin ein solide aufgestelltes Unternehmen in einem Markt mit moderatem Wettbewerb bleibt.

Wie solide Linde aufgestellt ist, zeigte sich in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Immerhin musste man bereits zwischen Januar und September einige Herausforderungen bewältigen. Und genau das haben die Münchner ganz gut hinbekommen. Auf berichteter Basis wurde der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,7 Prozent auf 13,6 Mrd. Euro gesteigert. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 8,2 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro, so dass auch die operative Konzernmarge leicht auf 23,1 Prozent gesteigert werden konnte.

Mit Blick auf die aktuelle Geschäftsentwicklung und die fundamentale Analyse des Unternehmens Linde, könnte sich zum Beispiel ein Discountzertifikat der DZ BANK (WKN: DG3K9W) auf die Aktie des DAX-Konzerns anbieten. Der Rabatt des Zertifikats im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs (135,50 Euro) dient als Sicherheitspuffer. Für diesen Abschlag (Discount) von aktuell knapp 9 Prozent ist der Auszahlungsbetrag auf den Höchstbetrag (Cap) von 140,00 Euro begrenzt. Eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung der Aktie über den Cap hinaus erfolgt nicht. Notiert die Linde-Aktie am 16.12.2016 (Bewertungstag) auf oder über dem Cap, kommt es zu der maximalen Auszahlung des Discountzertifikats von 140,00 Euro. In diesem Fall hat das Discountzertifikat bei einem aktuellen Kaufkurs von 123,37 Euro seine maximale Rendite von knapp 13 Prozent per annum erreicht. Notiert die Linde-Aktie am Bewertungstag unter dem Cap, erhält der Anleger eine Rückzahlung in Euro in Höhe des Aktienkurses. Fällt die Linde-Aktie am Laufzeitende unter den aktuellen Kaufpreis des Discountzertifikats von 123,37 Euro erleidet der Anleger einen Verlust.

Stand 09.12.2015/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, DZ BANK

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Bildquelle: Pressefoto The Linde Group


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