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Enttäuschung? Ja – Marktbereinigung? Nein

Gerade nach den von vielen als enttäuschend empfundenen Ergebnissen der Sitzung der Europäischen Zentralbank in der vergangenen Woche hätte ich vor allem bei den institutionellen Akteuren, die die Börse Frankfurt allwöchentlich zu ihrer Stimmung befragt, eine stärkere Reaktion erwartet. Zumal ich mir nicht vorstellen kann, dass der vom bisherigen Dezemberhoch gerechnete, gut siebenprozentige Kursrückgang des DAX alleine auf Abgaben von kurzfristig orientierten Händlern und Privatanlegern zurückzuführen sein soll. Immerhin haben letztere teilweise das Handtuch geworfen und ihrer Frustration hinsichtlich anscheinend zu hoch gesteckter EZB-Erwartungen Luft gemacht.

Die institutionellen Akteure scheinen die Gemengelage indes anders zu bewerten, halten möglicherweise aber auch hinsichtlich des näher rückenden Jahresendes mehrheitlich an ihren Aktienbeständen fest.

Als Fazit ist jedoch festzuhalten, dass gerade die Privatanleger, die sich während der vergangenen zehn Wochen als ausgesprochen robuste Optimisten gezeigt hatten, zuletzt auf dem Rückzug waren…

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GoldbergEin Beitrag von Joachim Goldberg.

Er beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Bis heute faszinieren ihn die vielen Facetten, Nuancen, Geschichten, Analysen und Hintergründe, die sich in der weißgezackten Linie auf der großen Börsenkurstafel niederschlagen. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein. Seitdem setzt er sich intensiv mit der ”Behavioral Finance” genannten verhaltensorientierten Finanzmarktanalyse auseinander.
Joachim Goldberg schreibt regelmäßig auf seinem Blog www.der-goldberg.de.

Bildquelle: dieboersenblogger.de


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