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Der Euro stabilisiert sich

Entgegen der Erwartungen hat EZB-Chef Mario Draghi in der vergangenen Woche den Betrag seines QE-Programms (quantitative easing) von 60 Mrd. Euro neuem Zentralbankgeld pro Monat nicht erhöht. Dies löste beim Euro eine stärkende Tendenz aus, und zwar, obwohl Draghi andererseits die Dauer des QE-Programms um 6 Monate verlängerte bis März 2017. Die Ursachen für stimulierende bzw. bremsende Impulse liegen nahe beieinander.

Da fühlt man sich als Charttechniker bestärkt, zeigen Kursverläufe doch in der Regel klare Tendenzen. Der untenstehende P&F-Chart bildet den Euro-Index ab (je 25% gewichteter Wechselkurs mit GBP, CHF, JPY und USD).

Kurzfristige Euro-Stärke

Die jüngste Aufwärtstendenz bewirkte im P&F-Chart das Long-Frühsignal „Low-Pole“ (Punkt 5). Neue Shortpositionen sollten jetzt nicht mehr eingegangen werden, kurzfristig sind höhere Kurse zu erwarten.

Grafik: EURO-Index in Point & Figure (P&F), Quelle: stockcharts.com, eigene Markierungen

Grafik: EURO-Index in Point & Figure (P&F),
Quelle: stockcharts.com, eigene Markierungen

Mittelfristig erwarten wir jedoch weiter fallende Kurse, zumal sich die Aufwärtsbewegung von April bis August (Punkte 1-3) nicht durchsetzen konnte. Ob dabei
tatsächlich das negative Kursziel von 99 erreicht wird, bleibt abzuwarten. Zumindest die alten Tiefs bei 104 werden nochmals getestet werden.

Ein Beitrag von Winfried Kronenberg

Bildquelle: dieboersenblogger.de


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