Warum die Deutsche Post bei der Paketzustellung international expandieren will

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Bildquelle: Pressebild Deutsche Post AG

Nicht nur der Handel freut sich auf Weihnachten. Auch bei den Paketzustellern herrscht in der besinnlichen Zeit des Jahres dank des boomenden Online-Geschäfts Hochsaison. Allerdings will die Deutsche Post (WKN 555200) nicht nur als Paketzusteller glänzen.

Für Online-Händler wie Amazon, eBay, Zalando und viele andere ist nun die wichtigste Zeit des Jahres angebrochen, vor allem da der Internet-Handel in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom erlebt hat. Von diesem Boom profitieren auch Paketzusteller wie die Deutsche Post. Schließlich muss jemand die bestellten Waren, am besten rechtzeitig noch vor Weihnachten, an die Kunden ausliefern. Kein Wunder, dass die Deutsche Post ausgerechnet im Bereich Paketzustellung international expandieren möchte. Am 23. November konnte man bereits ein positives Zwischenfazit des Vorstoßes auf den österreichischen Markt ziehen. Laut Günter Birnstingl, Geschäftsführer von DHL Paket Austria, kommen die Bonner damit dem Ziel näher, ein großer zweiter Player im österreichischen B2C-Geschäft zu werden.

Weniger erfolgreich verlief zuletzt die Umstellung der IT in der DHL-Frachtsparte. Da diese nicht die gewünschten Erfolge brachte, wurde nun die begonnene Umstellung der IT-Systeme rückgängig gemacht. Dies hatte das DAX-Unternehmen am 28. Oktober verkündet. Dafür musste die Deutsche Post eine Abschreibung in Höhe von 345 Mio. Euro vornehmen. Weitere Sonderbelastungen in Höhe von 200 Mio. Euro wurden wiederum in Zusammenhang mit rechtlichen und regulatorischen Sachverhalten sowie der Stärkung der Grundlagen für die „Strategie 2020“ geltend gemacht.

Die Abschreibungen führten letztlich dazu, dass die 2015er-EBIT-Prognose von 2,95 bis 3,1 Mrd. Euro auf mindestens 2,4 Mrd. Euro gesenkt werden musste. Ein Tarifkonflikt mit der Gewerkschaft Verdi hatte bereits zuvor zur Senkung der Prognose geführt. Im Gegensatz dazu wurden die Ziele für die kommenden Jahre bestätigt. 2016 soll das EBIT auf 3,4 bis 3,7 Mrd. Euro ansteigen, während die Deutsche Post im Zuge ihrer neuen Wachstumsstrategie bis 2020 ein durchschnittliches jährliches EBIT-Wachstum von 8 Prozent anstrebt. Im dritten Quartal 2015 führten die Abschreibungen laut Unternehmensangaben vom 11. November noch zu einem deutlichen EBIT-Rückgang im Vorjahresvergleich um 70,9 Prozent auf 197 Mio. Euro. Daraufhin schrumpfte das Konzernergebnis sogar von 468 Mio. Euro im Vorjahr auf 49 Mio. Euro. Die Umsätze konnten zwischen Juli und September jedoch um 3 Prozent auf 14,4 Mrd. Euro gesteigert werden.

Die Deutsche Post wird noch eine ganze Weile mit der IT-Umstellung in der DHL-Frachtsparte beschäftigt sein, so dass weitere negative Überraschungen nicht auszuschließen sind. Gleichzeitig konnten das Paketgeschäft und der Unternehmensbereich Express zuletzt eine positive Entwicklung an den Tag legen. Außerdem profitiert die Deutsche Post vom Wachstum in den Emerging Marktes. Aus diesem Grund soll der Schwellenländeranteil am Konzernumsatz des ehemaligen Staatsmonopolisten von 22 Prozent in 2013 bis 2020 auf 30 Prozent anwachsen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Deutsche-Post-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN XM4FD4) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 4,66, die Knock-Out-Schwelle bei 21,35 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN XM0TUN, aktueller Hebel 2,49; Knock-Out-Schwelle bei 34,35 Euro) auf fallende Kurse der Deutsche-Post-Aktie setzen.

Stand: 03.12.2015/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

© Deutsche Bank AG 2015
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