Um 5: DAX fällt zurück – Gute Daten aus der Eurozone, schwache aus den USA

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Gute Konjunkturdaten aus der Eurozone in Form eines Rückgangs der Arbeitslosigkeit in Deutschland auf den tiefsten Stand seit 1991 und seit 2012 in der Eurozone führten heute zu Kursverlusten im Deutschen Aktienindex. Was paradox klingt, hängt mit der Wette auf eine spendierfreudige Europäische Zentralbank zusammen. Denn viel Vorfreude auf den Termin am Donnerstag ist bereits eingepreist. Die heute veröffentlichten Zahlen allerdings zeichnen ein durchaus positives Bild der Eurozone. Da stellt sich zurecht die Frage, wie viel Stimuli die EZB vor diesem Hintergrund beschließen will und wird. Weitere Hinweise über den Handlungsdruck könnten da die morgigen Inflationszahlen liefern.

Gleichzeitig belastete der Einbruch des ISM-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes in den USA die Börsen. Die sich abzeichnende Divergenz in der Geldpolitik in den USA und der Eurozone trieben den Euro zuletzt auf ein neues 7-Monats-Tief. Das Zahlenwerk aus den USA lieferte aber nun Hinweise darauf, dass die auf eine Zinswende in den USA folgenden Schritte nur sehr langsam eingeleitet werden könnten. Damit verrringerte sich heute etwas die Erwartungshaltung an das Auseinanderdriften der Geldpolitik der beiden Währungsräume, was auch zu einer Entspannung im Abwärtsdruck des EUR/USD-Paares führte. Mit dem wieder anziehenden Euro kam dann auch der DAX leicht unter Druck.

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Aus charttechnischer Sicht lief der DAX gestern im Hoch bis an die deckelnde Linie vom 23. Oktober sowie dem Tief vom 10. August um 11.430 Zähler heran. Gelingt der Ausbruch über diese Trendlinie und die horizontale Marke um 11.450 Punkte, wäre der Weg in Richtung August-Hoch um 11.670 geebnet. Auf der Unterseite rücken die 11.240, darunter die 11.150 als potenzielle Unterstützungen in den Fokus.

Andreas Paciorek

Ein Beitrag von Andreas Paciorek

Er ist Market Analyst Germany & Austria bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor arbeitete er bei der Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt sowie bei der Varengold Bank. Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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