Linde: Kein komplettes Desaster

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Bildquelle: Pressefoto The Linde Group

Die Bestätigung der 2015er-Jahresprognose Ende Oktober beim Industriegase-Hersteller Linde (WKN 648300) konnte angesichts eines schwierigen Marktumfelds als Erfolg gewertet werden. Jetzt mussten aber die mittelfristigen Ergebnis- und Profitabilitätsziele dran glauben. Wenig überraschend, dass das am Markt gar nicht gut ankam.

So musste die Linde-Aktie am Dienstag Kursverluste von mehr als 10 Prozent einfahren. Damit rutschte das Papier mit großem Abstand an das DAX-Ende. Zuvor hatte Linde mitgeteilt, dass die 2017er-Prognose für das operative Konzernergebnis von 4,5 bis 4,7 Mrd. Euro auf 4,2 bis 4,5 Mrd. Euro nach unten gefahren wurde. Bei der Kennzahl „Return on Capital Employed“ (ROCE) wird wiederum ein Wert zwischen 9 und 10 Prozent in Aussicht gestellt, nachdem man sich bis zuletzt 11 bis 12 Prozent zugetraut hatte.

Die Gründe für die pessimistischeren Aussichten sind vielfältig. Dabei belasten die Wachstumsraten der Industrieproduktion in vielen Teilen der Welt das Industriegasegeschäft. Zum anderen sollen staatliche Preiskürzungen für Leistungen des US Healthcare Geschäfts in 2016 und 2017 voraussichtlich stärker als erwartet ausfallen. Und dann wären da noch die niedrigen Ölpreise sowie die Zurückhaltung der Kunden aus der Öl- und Glasindustrie, die der Anlagenbau-Sparte ordentlich zusetzen. Im bisherigen Jahresverlauf halfen positive Wechselkurseffekte. Doch diesen Effekten sind auch Grenzen gesetzt.

Quelle: Guidants
Quelle: Guidants

Damit dürfte die jüngste Erholungsrallye der Linde-Aktie erst einmal beendet sein. Trotzdem haben die Analysten bei der Deutschen Bank das Kursziel für die Linde-Aktie nur leicht von 178,00 auf 170,00 Euro nach unten gefahren und das „Buy“-Rating sogar bestätigt. Aus ihrer Sicht sei das stabile Geschäft im Jahr kein komplettes Desaster, und 2017 werde eine normalere Wachstumsrate angenommen. Wer daher gehebelt auf steigende Kurse der Linde-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DG7PH9 ins Auge fassen. Linde-Shorties könnten derweil auf das Hebelprodukt mit der WKN DG4ZC8 setzen.

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Bildquelle: Pressefoto The Linde Group


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