Before the Bell: DAX startet gut in die Woche, US-Futures deuten freundlichen Handel an

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An den Börsen beginnt die neue Woche, wie die alte aufgehört hat. Mit guter Laune. Der DAX kämpft zwar weiter mit der 5.800er Marke, kann sich bislang aber die meiste Zeit darüber positionieren. Von Seiten der Unternehmen kommen wenige Tage vor Weihnachten kaum noch Meldungen und so versuchen sich viele Anleger in Kaffeesatzleserei. Die jüngsten Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA werden immer wieder neu interpretiert und jedes mal besser. Die Jahresendrallye kommt schließlich nicht von ungefähr. Aber im Lauf der Woche werden noch einige Konjunktur- und Unternehmenszahlen neues Futter geben. Nichtsdestotrotz wird die gute Laune wohl auch bis Jahresende anhalten. Das zeigen sowohl unsere Umfrage (auf der Startseite rechts), als auch das Blogger-Sentiment des Börsennotizbuch.

Hypo Group Alpe Adria wird komplett verstaatlicht

Die Krise der früheren Kärtner Landesbank und heutigen Hypo Group Alpe Adria (HGAA) hat ihren Höhepunkt erreicht. Nachdem vergangene Woche noch über deren Zukunft gerätselt worden war, ist nun die komplette Verstaatlichung als letzte Möglichkeit gewählt worden. Nachdem vergangene Woche noch über 400 verschwundene Yachten gerätselt wurde und auch ein neuerliches Engagement des Haupteigentümers BayernLB eigentlich ausgeschlossen wurde, wurden nun doch noch die Geldbeutel geöffnet. Die Eigentümer der österreichischen Bank schießen noch einmal insgesamt 1,05 Mrd. Euro zu und trennen sich im Gegenzug für einen symbolischen Euro komplett von der HGAA. Die Entscheidung wurde nur eine halbe Stunde vor Schalteröffnung publik. Ein eventueller Bankenrun infolge einer drohenden Insolvenz der HGAA konnte so verhindert werden. Während die Kostenunsicherheiten für die BayernLB und den Freistaat Bayern somit zumindest vorläufig ein teures Ende gefunden haben, beginnt für Österreich erst noch das Drama. Wieviele Milliarden in der HGAA noch versickern werden, ist weiter unklar.

Kraft Foods vs. Cadbury

Der Kampf in der Nahrungsmittelbranche zwischen dem britischen Süßwarenhersteller Cadbury und dem US-Wettbewerber Kraft Foods geht auch Mitte Dezember weiter. Nun haben die Briten auch das aktualisierte Übernahmeangebot formell zurückgewiesen. Erneut wurde der Preis als viel zu niedrig bezeichnet. Zudem wurde die Unabhängigkeit weiterhin als bessere Möglichkeit bezeichnet. Durch ein organisches Wachstum will Cadbury zudem weiter an Größe gewinnen. Für Kraft Foods wird eine schnelle Übernahme damit abermals unwahrscheinlicher. Während die Cadbury-Aktie ein halbes Prozent zulegt, geht es derzeit bei Kraft Foods ein halbes Prozent nach unten.

Dow Jones zeigt Stärke

Die Charttechnik ist unverändert positiv. Trotz der jüngsten Hiobsbotschaften aus Dubai, Griechenland und Spanien zeigen sich die Börsen erstaunlich robust und bewegen sich weiter seitwärts. Insbesondere der Dow Jones zeigt beachtliche Stärke und schloss am Freitag nur wenige Punkte unter seinem Jahreshoch. Die Bollinger-Bänder im Tageschart haben sich eng zusammengezogen, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtstrend demnächst in die nächste Runde gehen könnte. Ob die Seitwärtsrange in den verbleibenden Handelstagen dieses Jahres aufgelöst werden kann, muss zwar bezweifelt werden. Spätestens im Neuen Jahr könnte es aber zu einem kräftigen Move kommen. Bricht der Dow Jones nachhaltig über die 10.500er-Marke aus, sind kurzfristig Notierungen zwischen 10.800 und 11.000 Punkten drin. Eintrüben würde sich die positive Charttechnik bei einem Fall unter 10.200 Zähler.

dow jones

US-Futures vor Konjunkturdaten fester

Die Woche beginnt ohne bedeutende Unternehmens- oder Konjunkturdaten. Die US-Futures zeigen sich infolge der freundlichen Vorwoche derzeit freundlich. Aktuell gewinnt der S&P 500 rund 0,4 Prozent. Der NASDAQ wiederum legt ebenfalls 0,5 Prozent zu. Derweil notiert der DAX bei 5.803 Punkten (+0,8 Prozent).


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