Um 10: DAX bleibt auf hohem Niveau – Pause vor stürmischer Woche

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Mit einem verkürzten Handel in den USA, nur wenigen Konjunkturdaten und vor einer Woche, die es in sich hat, kommt der Deutsche Aktienindex aktuell etwas zur Ruhe, kann sich aber auf dem hohen Niveau behaupten. Die negativen Vorgaben aus Asien dämpften zum Start etwas, werden jetzt aber schon wieder abgeschüttelt. Eine schwache Gewinnentwicklung der Industrieunternehmen aus China und wieder fallende Rohölpreise schlugen hier etwas auf die Gemüter der Investoren.

Es ist nicht unverständlich, dass der DAX nach dem dynamischen Anstieg der vergangenen Tage auf ein Dreimonatshoch und nach dem Schließen des August-Gaps etwas verschnauft. Die Bullen scharren schon mit den Hufen beim Gedanken an das erwartete zusätzliche Liquiditäts-Doping durch die Europäische Zentralbank. Gleichzeitig ist bei aller Euphorie aber auch zu bedenken, dass sich durchaus Warnsignale im Markt finden lassen. So ging die Kerninflation in Japan erneut zurück. Dennoch führte das in Erwartung an eine lockerere Bank of Japan nicht zu einem Kursverfall des Japanischen Yen, sondern er legt sogar noch zu. Hier flüchten einige Marktteilnehmer in sichere Häfen. Der EuroStoxx50 hadert weiterhin mit seiner 200-Tage-Linie und die Rohölpreise drehen nach Tagen des Anstiegs schon wieder.

Die nächste Woche hat es in sich und dürfte die Weichen für die kommenden Wochen und Monate an den Finanzmärkten stellen: Der IWF entscheidet über die Aufnahme des chinesischen Yuan in den Korb der Sonderziehungsrechte, die EZB entscheidet über zusätzliche Stimuli und die US-Arbeitsmarktdaten liefern höchstwahrscheinlich das letzte Puzzleteil für eine US-Zinswende im Dezember.

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Aus charttechnischer Sicht erscheint der DAX stark: Die 200-Tage-Linie und Abwärtstrendlinie vom Allzeithoch wurde hinter sich gelassen. Damit sind alle Bedingungen gegeben, um das August-Hoch um 11.670 Zähler anzulaufen. Eine potenzielle zwischengeschaltete Station stellt die 11.450-Zähler-Marke dar. Auf der Unterseite rücken nun die 11.160-Punkte-Zone und die 200-Tage-Linie als potenzielle Unterstützung in den Fokus.

Andreas PaciorekEin Beitrag von Andreas Paciorek

Er ist Market Analyst Germany & Austria bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor arbeitete er bei der Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt sowie bei der Varengold Bank. Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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