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Ein nicht ganz unwichtiger Nachtrag zur Immobilien-Situation in den USA…
11. Dezember 2009 von Christoph Scherbaum | kein Kommentar
Journalisten sind auch nur Menschen. Da habe ich doch glatt bei meinem heutigen Beitrag zum US-Häusermarkt ein Thema ausgelassen: Die Sache mit den US-Gewerbeimmobilien.
Es gibt nicht wenige Experten, die ganz klar sagen: Hier kommt ein Crash auf uns/ die USA zu, der noch heftiger ausfallen wird, als die bisherige Subprime-Krise im Eigenheim-Bereich. Die Kollegen von pressetext haben dies in den letzten Tagen einmal schön zusammengefasst. In der Finanzwelt sind die Ängste vor einem möglichen Kollaps des US-Gewerbeimmobilienmarktes gestiegen. Ein Crash könnte sogar härter ausfallen als das Subprime-Debakel 2007, das als Ursprung der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gilt. Experten zufolge sei eine Kettenreaktion möglich, die weltweit ihre Spuren hinterlassen würde. Die Sorgen sind nicht unbegründet, wie Stuart Saft, Partner bei der internationalen Anwaltskanzlei Dewey & LeBoeuf, aufzeigt. Refinanzierungsprobleme könnten das drohende Finanzbeben auslösen.
Um es auf einen Punkt zu bringen: Zwischen jetzt und 2013 ist zumindest eine Finanzierungssumme für US-Gewerbeimmobilien in Höhe von 1,3 Bio. Dollar fällig. Doch woher soll das Geld kommen?
Nach Angaben von Saft kann jedoch selbst "unter den denkbar besten Umständen" nicht einmal die Hälfte der ausstehenden Schulden refinanziert werden. So liegen etwa die Büromieten in Manhattan sogar in Top-Lagen unter der Hälfte des Niveaus aus 2007. Viele durch Massenentlassungen von Banken leerstehende Hochhäuser werden oft zu Dumpingpreisen untervermietet. "Der Gewerbeimmobilienmarkt pfeift aus dem letzten Loch", betont Saft. Ohne drastische Maßnahmen seien die Folgen für die gesamte Wirtschaft katastrophal. Die Immobilien-Kreditblase hinterlasse den Banken bei Bürogebäuden und anderen Gewerbeimmobilien gigantische Verluste. Der Handlungsspielraum von Regierung und Notenbank sei mittlerweile jedoch begrenzt. Die Staaten stünden aufgrund der vergangenen zwei Jahre ohnehin am Rande des Bankrotts. Ein Kollaps des Gewerbeimmobilienmarktes könne den USA "den Rest geben" und eine weltweite Kettenreaktion zur Folge haben.
Ich finde, weitere Kommentare zu diesem Thema erübrigen sich nun…
- Im Fokus: Der US-Häusermarkt und keine Ende der Krise in Sicht
- Schlussgong: Niedrig-Zins-Politik - die Lebensversicherungen funken SOS
- Erst Griechenland, dann Spanien und später? Der erste Belastungstest für den Euro
- Dubais Probleme werden keine neue Finanzkrise auslösen
- Schwacher Immobilienmarkt: Was sind die Konsequenzen oder gibt es überhaupt welche?
- Schlussgong: Vorsicht - Die erste Anleihenblase kann in Japan platzen
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Info zum Beitrag
geschrieben am Freitag, den 11. Dezember 2009 um 09:31 Uhr
Kategorien: Marktgeschehen, Wirtschaft allgemein
Tags: Immobilien, Manhattan, Subprime-Krise, US-Gewerbeimmobilienmarkt, USA







