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Um 10: DAX testet Unterstützung – Weiter fallende Rohstoffpreise bereiten Sorgen

An den internationalen Börsen zeigt man sich relativ unbeeindruckt von der akuten Terrorgefahr in Brüssel. Die leichten Kursverluste beim Deutschen Aktienindex sind eher auf technische Faktoren zurückzuführen. Der Index testet nun die Widerstandszone um 11.070 Punkte bestehend aus Abwärtstrendkanal und 200-Tage-Linie nach unten. Kann er diese Region verteidigen, besteht in den kommenden Tagen die Chance auf eine Fortsetzung der Rally.

Sorgen bereiten den Investoren allerdings die immer weiter fallenden Rohstoffpreise. Ein neues Mehrjahres-Tief beim Kupfer, ein historisches Tief bei den Preisen für Eisenerz und der anhaltende Druck auf die Rohölpreise werfen die Frage über die Dynamik der internationalen Konjunktur im vierten Quartal auf. Einen Einblick für den europäischen Raum erhoffen sich die Investoren von den heute erwarteten Markit-Einkaufsmanagerindizes.

Richtig interessant wird es aber dann morgen, wenn die endgültige Zahlen zum Wirtschaftswachstum im dritten Quartal für Deutschland, vor allem aber die zweite Lesung des Q3-BIP in den USA veröffentlicht werden. Auch der Ifo-Geschäftsklimaindex und das US-Conference Board Verbrauchervertrauen versprechen, ein paar Impulse in den Markt zu bringen. Diese haben die Börsen in dieser Woche auch bitter nötig, denn aufgrund des Feiertages am Donnerstag in den USA und dem damit verbundenen langen Wochenende darf wohl eher mit einem ruhigen Wochenverlauf gerechnet werden. Außerdem stehen die großen Entscheidungen aus der Geldpolitik erst im Dezember an, vor denen sich die Anleger weitestgehend zurückhalten dürften.

Aus charttechnischer Sicht lässt der DAX weiter die Dynamik nach dem Anstieg über die 200-Tage-Linie und der Abwärtstrendlinie vom Allzeithoch vermissen. Ein Tagesschluss über dem Vorwochenhoch gäbe hier ein klareres Signal. Die zwei kleineren Kerzenkörper (Shooting Stars) vom Donnerstag und Freitag halten weiterhin das Risiko einer Evening Star Formation im Raum. Als Bestätigung dieser wäre allerdings eine kräftige bärische Kerze notwendig.

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Andreas PaciorekEin Beitrag von Andreas Paciorek

Er ist Market Analyst Germany & Austria bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor arbeitete er bei der Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt sowie bei der Varengold Bank. Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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