Im Fokus: Der US-Häusermarkt und keine Ende der Krise in Sicht

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Im folgenden einmal eine Presseaussendung, die mich gestern erreicht hatte. Sie zeigt einmal mehr auf, dass die Amis unverändert ein “kleines” Subrime-Problem haben:

Auf dem US-Häusermarkt ist nach wie vor kein Ende der Krise in Sicht. Zwar sind die Preise zuletzt leicht gestiegen und die Anträge auf Zwangsvollstreckungen marginal gesunken. Wie der Datendienst und Immobilienspezialist RealtyTrac aufzeigt, ist 2010 jedoch erneut eine Verschlechterung abzusehen. Eine nachhaltige Erholung steht erst bevor, wenn die Arbeitslosigkeit auf "normales, gesundes" Niveau sinkt, meint RealtyTrac-CEO James Saccacio. Den Immobilienexperten von Zillow  zufolge büßte der Markt seit seiner Spitze im März 2006 bereits rund 5,9 Bio. Dollar an Wert ein.

Allein in den ersten elf Monaten dieses Jahres habe der Wertverlust der US-Heime 489 Mrd. Dollar (!) betragen. Mittlerweile wird der Markt nur mehr mit 24,7 Bio. Dollar bemessen – ein Minus von 19 Prozent seit 2006. Der Verfall sei im Vergleich zum Vorjahr, als die Immobilienwerte um 3,6 Bio. Dollar abrutschten, zwar signifikant gebremst worden. Ein Ende der Talfahrt sei jedoch auch im kommenden Jahr noch nicht in Sicht, da mit einer weiter steigenden Arbeitslosenrate und einer neuen Welle an Zwangsvollstreckungen zu rechnen sei. Darüber hinaus werde ein Anstieg der Hypothekenzinsen erwartet.

Nach Angaben von RealtyTrac sind die Zwangsvollstreckungsanträge im November mit minus acht Prozent gegenüber Oktober bereits zum vierten Mal in Folge gesunken. Davor erreichten sie im Juli ein neues Allzeithoch. Dennoch lagen die Zwangsversteigerungen im Vormonat mit plus 18 Prozent gegenüber 2008 zum neunten Mal in Folge über 300.000. Zudem würden derzeit noch Regierungshilfen die tendenziell sinkenden Raten ermöglichen. Der Prozess der Zwangsvollstreckungen sei verlangsamt worden, das Grundproblem bestehe aber nach wie vor. Durch den Aufschub drohe im kommenden Jahr eine neue Welle. Viele Kreditnehmer würden 2010 außerdem Unterstützungen verlieren. Neben der anhaltend hohen Arbeitslosigkeit sei die Verfügbarkeit von Krediten für den erwarteten Anstieg der Zwangsvollstreckungen verantwortlich. Zwischen den Extremen der vergangenen Jahre müsse eine rationale Balance erreicht werden.

Mein Fazit: Warten wir es ab, was so alles im ersten Quartal noch passiert. Man sollte das Thema unverändert im Auge behalten – trotz der intakten Charttechnik und dem ganzen anderen Drumherum…

Zur Ergänzung die Sache mit den US-Gewerbeimmobilien:
Ein nicht ganz unwichtiger Nachtrag zur Immobilien-Situation in den USA…


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