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Um 10: DAX nimmt 11.000er Hürde – Zinswende in den USA, ja bitte!

11.000 Punkte und die aus technischer Sicht viel wichtigere 200-Tage-Linie bei rund 11.070 Punkten – beide Marken nimmt der Deutsche Aktienindex zum heutigen Handelsstart ganz locker mit einem Sprung. Verteidigt der deutsche Leitindex diese Hürden bis zum heutigen Handelsschluss, könnte heute die Oktober-Rally nach einer Pause in eine Jahresendrally übergehen.

Je mehr die Investoren Sicherheit darüber haben, dass die Zinswende in den USA im Dezember eingeläutet wird, umso mehr freunden sie sich mit einem solchen Schritt an. Die Reaktion an den Börsen gibt der US-Notenbank wiederum selbst die Gewissheit, nach einer ersten Zinserhöhung noch in diesem Jahr keine größeren Marktturbulenzen befürchten zu müssen.

Nach all den Spekulationen hin und her will man endlich Sicherheit in dieser Frage. Zwar ist ein solcher Schritt mit einigen Risiken verbunden. So deuten die jüngeren Konjunkturdaten aus den USA, abgesehen von den Arbeitsmarktdaten, eher auf eine konjunkturelle Abschwächung hin. Und auch die Auswirkungen höherer Zinsen in den USA und damit einem teureren Dollar auf die Schwellenländer gilt es zu beobachten. Im Moment allerdings überwiegt an den Märkten der Optimismus verbunden mit der Erwartung, dass einer ersten Anhebung nur gemäßigte weitere Schritte folgen werden.

Konjunkturdaten aus der Eurozone sind heute rar gesät, so gilt der Blick heute verstärkt der Charttechnik. Mit dem kräftigen Ausbruch über die Abwärtstrendlinie vom Allzeithoch und der 200-Tages-Linie ergibt sich im DAX nun die Möglichkeit der von vielen ersehnten Jahresendrally. Es wird noch zu beobachten bleiben, ob der DAX auch auf Tagesschlussbasis das zurückeroberte Terrain verteidigen kann, die Chancen stehen angesichts der weltweit freundlichen Tendenz an den Börsen allerdings gut. Als potenzielle Anlaufstationen kommen nun die 11.210- und 11.280-Zähler-Marken ins Spiel. Auf der Unterseite steht die 11.000-Punkte-Marke als potenzielle Unterstützung Im Raum, darunter die Zone um 10.860 Punkte.

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Andreas PaciorekEin Beitrag von Andreas Paciorek

Er ist Market Analyst Germany & Austria bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor arbeitete er bei der Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt sowie bei der Varengold Bank. Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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