DAX bricht ein. ZEW und Fed-Protokoll im Fokus!

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Während auch die Finanzmarktteilnehmer auf die jüngsten Ereignisse in Paris blicken, scheint eine Jahresendrallye in immer weitere Ferne zu rücken. Dies hat unter anderem mit der Aussicht auf steigende Zinsen in den USA zu tun. Dies ist ein Grund für Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte, bei HypoVereinsbank onemarkets, in seinem wöchentlichen Marktkommentar auf die wichtigsten Entwicklungen zu schauen.

zum Wochenschluss kamen die Indizes noch einmal gehörig unter Druck. Auslöser sind zum einen die weiter anhaltenden Zinsspekulationen und damit die schwachen Entwicklungen an der Wall Street. Hinzu kam allerdings, dass zahlreichen DAX®- und MDAX®-Konzern bei der Q3-Bilanz enttäuschten und der Wirtschaftsaufschwung in der Europa möglicherweise doch nicht so stark ist, wie noch vor einigen Wochen angenommen.

In der geht der Datenreigen allmählich zu Ende. Im Fokus dürfte das zur Veröffentlichung anstehende Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung sein.

Unternehmen im Fokus

Die Berichtssaison neigt sich dem Ende. In der kommenden Woche werden noch Schäffler, Sixt, ThyssenKrupp, United Internet und Wirecard Zahlen für das zurückliegende Quartal veröffentlichen.

Die Aktie von VW (Vz.) (WKN 766403) zeigte am Freitag auf Tagesbasis ein bullish engulfing. Das ist unter Charttechnikern ein Kaufsignal. Eine Taube macht längst keinen Sommer. Das gilt angesichts des Abgasskandals in diesen Tagen vor allem für VW. Dennoch lohnt es sich, die Aktie in den kommenden Handelstagen im Auge zu behalten. Möglicherweise wird dieses Signal noch durch weitere Signale bestätigt.

Am Freitag zählte die Aktie von Wirecard zu den größten Verlierern im TecDAX. Vergangene Woche meldete der Entwickler von Zahlungsabrechnungssystemen, dass rund 100 Mio. Euro aus dem Verkauf von Visa Europa an Visa erlöst werden könnten. Der Großteil der Analysten ist derweil mittelfristig positiv für die Aktie gestimmt. Kommende Woche wird Wirecard finale Daten zum abgelaufenen Quartal veröffentlichen.

Der Kupferkonzern Aurubis rechnet einem Beitrag auf Thomson Reuters zufolge mit einem Anstieg der Kosten für die Kupferveredelung. Das quittierten Anleger mit einem deutlichen Kursabschlag.

Wichtige Termine

• bis 16.11. G20-Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs
• 16.11. Europa – Verbraucherpreise Euro-Zone, Oktober
• 17.11. Deutschland – ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland für November
• 17.11. USA – Verbraucherpreise, Oktober
• 17.11. USA – Industrieproduktion, Oktober
• 18.11. USA – US-Notenbank veröffentlicht Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses vom 27./28. Okt.
• 19.11. USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche bis zum 14. November

Charttechnischer Ausblick: DAX®

• Widerstandsmarken: 10.685/10.780/10.835/10.880/11.000/11.090 Punkte
• Unterstützungsmarken: 10.240/10.510 Punkte

Der DAX® bestätigte heute den Ausbruch aus dem kurzfristigen Abwärtstrend und sackte unter die Unterstützung bei 10.780 Punkten ab. Damit scheinen die Bären nun wieder am Drücker zu sein. Unterstützung findet der Index im Bereich von 10.685 Punkten. Dort könnten risikofreudige Swingtrader auf eine kurzfristige Erholung spekulieren. Angesichts der Dynamik der Abwärtsbewegung sollten jedoch enge Stopp-Loss-Marken gesetzt werden. Fällt der Index auch unter diese Unterstützung droht ein Rücksetzer auf 10.510 Punkte und im weiteren Verlauf bis 10.240 Punkte.

Kommentator: Dominik Auricht, Experte für Anlage- und Hebelprodukte HypoVereinsbank onemarkets 


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