Um 5: DAX erwischt schlechten Freitag, den 13. – Mögliche US-Zinswende bereitet Sorgen

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der Deutsche Aktienindex musste schon zum heutigen Handelsstart mit schwachen Vorgaben leben. Zudem sind durch die gestrigen Verluste an den US-Börsen die großen Indizes wieder unter ihre 200-Tage-Linien gefallen, was aus technischer Sicht ein klares Warnsignal darstellt. Auch der DAX scheint angeschlagen, nachdem die Marke von 11.000 Punkten mehrmals erfolglos in Angriff genommen wurde.

Da konnten die heute im Rahmen der Erwartungen ausgefallenen BIP-Zahlen aus der Eurozone nicht wirklich stützen. Sie waren nicht so schlecht, als dass sie die Spekulationen anheizten, dass die EZB tatsächlich im Dezember bereits ihr Pulver in Form einer Stimuli-Ausweitung verschießen wird, wenn eine hawkische Fed ohnehin schon für einen fallenden Euro gegenüber dem Dollar sorgt. Schwache Einzelhandelsumsätze und ein stärker als erwarteter Aufbau der Lagerbestände in den USA gaben den Märkten am Nachmittag dann den Rest. Denn angesichts sich weiterhin zurückhaltender US-Konsumenten stellen sich die Marktteilnehmer die Frage, ob die US-Unternehmen dem zusätzlichen Gegenwind durch den starken Dollar gewachsen sind.

Auch kommen vermehrt Zweifel auf, ob die globale Wirtschaft bereit ist für eine Zinserhöhung in den USA bereits im Dezember. Denn blickt man auf die Konjunkturdaten aus China und den Abverkauf an den Rohstoffmärkten, kommt mehr und mehr Unsicherheit auf. Vor dem Wochenende wollen die Anleger da lieber auf Nummer Sicher gehen und reduzieren ihre Positionen.

Aus charttechnischer Sicht würde mit dem Bruch der 10.680-Zähler-Marke dem DAX Tür und Tor geöffnet werden zu einem Rückfall in die Region von 10.500 Punkten. Auf dem Weg dorthin passiert er auch ein geöffnetes Gap um 10.570 Zähler. Bei einem Bruch unter 10.500 würde nicht nur die 10.200 in den Fokus rücken, sondern auch die erhoffte Jahresendrally in Frage gestellt werden.

Andreas PaciorekEin Beitrag von Andreas Paciorek

Er ist Market Analyst Germany & Austria bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor arbeitete er bei der Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt sowie bei der Varengold Bank. Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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