Leoni: Jetzt hat man den Kabelsalat

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Bildquelle: Pressefoto LEONI AG

Hätte es nicht die extrem negativen Marktreaktionen auf die sehr teure Innovations- und Wachstumsinitiative bei Osram (WKN LED400) gegeben, hätte die Leoni-Aktie (WKN 540888) am Mittwoch gute Chancen auf den letzten Platz im MDAX gehabt. Während der Automobilzulieferer mit einer Markteintrübung in China und Russland fertig werden muss, sorgen ineffiziente Abläufe in der Bordnetzsparte für eine Margenschwäche.

Bereits Mitte Oktober musste das Unternehmen deshalb eine Gewinnwarnung aussprechen. Leoni konnte dabei kurzfristig von Kunden erhöhte Abrufe und umfangreichere Bestellungen von Kabelsätzen nicht bewältigen. Aus diesen für Leoni an sich positiven Entwicklungen resultierten erhebliche, außerplanmäßige Mehrkosten und ineffiziente Abläufe in der Bordnetzsparte. Diese Probleme werden nicht so einfach und schnell verschwinden, Aus diesem Grund wurde nicht nur eine Task Force zur Problemlösung eingesetzt. Es gab auch schon personelle Konsequenzen.

Im dritten Quartal musste Leoni trotz eines um knapp 10 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro erhöhten Umsatzes einen Rückgang beim operativen Gewinn (EBIT) um rund 14 Prozent auf 29,8 Mio. Euro hinnehmen. Für das Gesamtjahr geht Leoni von einem Umsatzplus von 4,1 Mrd. Euro im Vorjahr auf mindestens 4,4 Mrd. Euro aus. Das EBIT soll dagegen von 182,5 Mio. Euro auf mehr als 130 Mio. Euro schrumpfen. Bei den mittelfristigen Ergebniszielen blieb das Unternehmen jedoch wage.

Für die Analysten bei Oddo Seydler war das ein Kritikpunkt, da dadurch die Unsicherheit hochgehalten werde. Außerdem würde Leoni 2016 aus Analystensicht eine bittere Mischung aus schwacher Profitabilität und hohen Risiken durch China und Volkswagen drohen. Daher blieb es für die Leoni-Aktie erst einmal beim „Reduce“-Rating und dem Kursziel von 28,00 Euro. Bei JPMorgan wurden ebenfalls die Aussichten auf ein schwaches Schlussquartal und die hohen Sonderbelastungen bemängelt, die Leoni bis in das Jahr 2016 hinein verfolgen würden.

Quelle: Guidants
Quelle: Guidants

Wer jedoch der Ansicht ist, dass Leoni die Kurve kriegt sowie die eingesetzte Task Force bei der Optimierung der Geschäftsabläufe schnelle Erfolge vorweisen wird und daher sogar gehebelt auf steigende Kurse der Leoni-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN CW5WKB ins Auge fassen. Leoni-Shorties könnten derweil auf das Hebelprodukt mit der WKN CW5WKK setzen.

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Bildquelle: Pressefoto LEONI AG


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