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Im Fokus DAX: Was die US-Arbeitsmarktdaten mit der Jahresendrallye zu tun haben

Nun läuft es wohl doch auf eine US-Zinswende im Dezember hinaus. Der letzte Arbeitsmarktbericht dürfte viele Zweifel ausgeräumt haben. Allerdings muss das insbesondere für den DAX keine schlechte Nachricht sein.

In den Monaten August und September fielen die US-Arbeitsmarktberichte wenig begeisternd aus. Es ging sogar so weit, dass Meldungen von einer sich abschwächenden Erholung am US-Arbeitsmarkt die Runde machten. Börsianern kam das nicht ganz ungelegen. Schließlich war die lockere Geldpolitik der Notenbank Fed mit drei Anleihenkaufprogrammen und einer anhaltenden Nullzinspolitik für die gute Aktienmarktentwicklung der vergangenen Jahre mitverantwortlich. Ein großer Teil der zusätzlichen Liquidität floss an die Börsen. Jetzt gab es die Hoffnung einiger Anleger, dass die Fed die Zinswende angesichts schwächerer Arbeitsmarktdaten zumindest auf 2016 verschieben würde. Seit dem 6. November und der Veröffentlichung des Oktober-Arbeitsmarktberichts der US-Regierung dürften diese Hoffnungen deutlich weniger geworden sein.

Es wurden 271.000 neue Arbeitsplätze außerhalb der Landwirtschaft geschaffen und damit deutlich mehr als Marktexperten laut „Reuters“ im Schnitt erwartet hatten. Die Arbeitslosenquote fiel um 0,1 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent und damit den niedrigsten Stand seit April 2008. Außerdem stiegen die Stundenlöhne überraschend deutlich. Neben der unter 2 Prozent liegenden US-Inflation sowie den Konjunktur- und Börsenturbulenzen in China waren die enttäuschenden Zuwächse bei den Stundenlöhnen eines der letzten Argumente für die Fed, an ihrer Nullzinspolitik festzuhalten. Dieses Argument könnte nun auch wegfallen. Aus diesem Grund scheinen sich die Märkte auf eine Leitzinserhöhung in den USA zu Weihnachten zuzubewegen. Höhere Zinsen in den USA könnten wiederum gute Nachrichten für DAX-Anleger bedeuten.

Mit einer Zinswende dürfte aller Voraussicht nach eine weitere Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro einhergehen. Eine schwächere europäische Gemeinschaftswährung sollte wiederum exportorientierten DAX-Werten zugutekommen. Dass diese von einem schwächeren Euro deutlich profitieren, konnte man ein weiteres Mal im Zuge der aktuellen Berichtssaison zum dritten Quartal beobachten. Dabei könnte der Effekt sogar noch verstärkt werden, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) tatsächlich im Dezember eine Aufstockung ihres laufenden Anleihenkaufprogramms auf den Weg bringen sollte. Schließlich bleibt in der Eurozone von einer ausufernden Inflation weiterhin keine Spur. Es ist sogar möglich, dass sich in einem solchen Fall der Eurokurs in Richtung Parität zum US-Dollar bewegen könnte. Zudem konnte man zu Jahresbeginn im Zuge der Ankündigung des EZB-Programms zum Kauf von Anleihen sehr gut beobachten, wie euphorisch DAX-Anleger auf eine Lockerung der Geldpolitik vonseiten von EZB-Chef Mario Draghi & Co reagieren können.

Spekulative Anleger, die steigende DAX-Notierungen erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN XM7LZN) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,42, die Knock-Out-Schwelle bei 7.790,00 Indexpunkten. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende DAX-Kurse setzen möchte, erhält mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN XM3FPL), aktueller Hebel 3,25; Knock-Out-Schwelle bei 13.880,00 Indexpunkten) die Gelegenheit dazu.

Stand: 09.11.2015/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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