Salzgitter: Einstiegszeitpunkt?

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Bildquelle: Pressefoto Salzgitter AG

Das sitzt: Die heute vorgelegten Neun-Monats-Zahlen und vor allem der Ausblick drücken die Aktie von Salzgitter (WKN 620200) in den Keller. Nachdem das Unternehmen jüngst einen Großauftrag gemeldet hatte, hofften viele Anleger auf die Kehrtwende – zu früh wie sich nun zeigt. Der Einstiegszeitpunkt könnte nämlich erst jetzt gekommen sein.

Alles in allem verzeichnet der im MDAX notierte Stahlkonzern nach neun Monaten einen Außenumsatz von 6,69 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,81 Mrd. Euro), während gleichzeitig der Gewinn vor Steuern auf 24 Mio. Euro stieg (Vorjahr: 5,5 Mio. Euro). Hierbei sind in Summe 33,1 Mio. Euro Aufwand für strukturverbessernde Maßnahmen sowie rund -12,8 Mio. Euro (Vorjahr: +42,4 Mio. EUR) erwarteter Beitrag aus dem Engagement beim Kupferkonzern Aurubis (WKN 676650) enthalten. Gute Nachrichten hat man zudem in Bezug auf die Ende August begonnene Neuzustellung eines Großhochofens im Hüttenwerk Salzgitter parat: Sie verläuft wie vorgesehen; die aufgelaufene Ergebnisbelastung hieraus beträgt 44 Mio. Euro.

Negativ wird es vor allem beim Blick auf das Gesamtjahr: Vor allem als Folge gesunkener Metallpreise und des daraus resultierenden Einflusses auf den erwarteten Ergebnisbeitrag des Aurubis-Engagements kehrt der Salzgitter-Konzern zu seiner ursprünglichen Ergebnisprognose vom Jahresbeginn – ein Vorsteuergewinn im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich – zurück. Damit sind zumindest kurfristig Hoffnungen auf eine die Lage verbessernde Hochzeit der beiden Unternehmen in Luft aufgelöst. Wenngleich man auch feststellen muss: In schlechten Zeiten lassen sich am leichtesten starke Unternehmen für bessere Zeiten schmieden.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Abseits der Fusionsphantasien haben Anleger bei Salzgitter weiterhin die Branchenproblematik in aller „Schönheit“ vor Augen. Schließlich halten sich Kunden aus der Öl- und Gasindustrie angesichts gesunkener Energiepreise mit Bestellungen zurück – mit Ausnahme der Großbestellung von Ende Oktober. Kurstechnisch dürfte nach dem heutigen Kursrutsch ein Tief erreicht sein, denn gegenüber dem Tiefpunkt im Juni hat sich die operative Lage deutlich gebessert. Es könnte sich also bei der aktuellen Kurslage um eine kurzfristige Einstiegsgelegenheit handeln. Wer gehebelt auf steigende Kurse der Salzgitter-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DG1NN1 ins Auge fassen.

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Bildquelle: Pressefoto Salzgitter AG


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