Before the Bell: DAX wieder im grünen Bereich, US-Futures deutlich fester

0

Der Schock gestern durch die zwei Krisenherde Dubai und Griechenland scheint schon fast wieder verdaut. Zumindest kriechen die Börsianer wieder vorsichtig aus ihren „Löchern“. So schnell will eben keiner die geliebte Jahresendrallye aufgeben. Auch unsere Umfrage zeigt weiter den Optimismus:

Der Dubai-Schock ist verdaut - kommt jetzt die Jahresendrallye?

  • Ja, bis Weihnachten sehen wir noch ein neues DAX-Jahreshoch. (78%, 35 Votes)
  • Nein, die schlechte Stimmung kehrt wieder zurück. (13%, 6 Votes)
  • Viel mehr nach oben wird es nicht mehr gehen. (9%, 4 Votes)

Total Voters: 45

Loading ... Loading ...

Griechenland in der Krise – Bewährungsprobe für den Euro

Viele hatten es erwartet, aber erhofft hat es keiner. Gestern wurde die Bonität Griechenlands drastisch herabgesetzt. Fitch senkte sein Rating von „A-“ auf „BBB+“ herab. Damit ist Griechenland zwar noch nicht im tiefen Ramschland angekommen, aber zumindest einen großen Schritt weiter. Für die EZB-gesicherte Finanzierung hat dies allerdings (noch) keine Bedeutung, denn wegen der Finanzkrise hatte die EZB die Grenze bis zu der man Anleihen als Sicherheit bei der EZB hinterlegen kann bis Ende 2010 von „A-“ auf „BBB-“ gesenkt. Sollte dies aber wieder geändert werden kommen erheblich Probleme auf die Athener Regierung hinzu. Denn bereits durch diese Herabstufung wird die Verschuldung deutlich teurer und mangels Tilgung steigt auch die Höhe der Schulden jeden Tag noch schneller. Ein Teufelskreis, denn wie die Zeitenwende zu Recht schreibt sind das für den Euro sehr schlechte Nachrichten.

Was schlecht ist für den Euro, ist relativ gesehen gut für den US$ und dort stehen die Carry-Trades auf dem Spiel. Eine sehr heikle Ausgangslage für die Finanzmärkte, zumal sich diese gerade auf das Ende der Krise eingeschworen haben.

Somit steht den Finanzmärkten also in nächster Zeit noch einiges bevor. In Dubai sinkenden die Kurse übrigens auch heute weiter drastisch…

Blick nach Osten: VW steigt bei Suzuki ein

Aber schauen wir nach Deutschland. Es war bereits seit einigen Tagen gemunkelt worden – heute nun ist es offiziell: Die Rede ist von einer engen und langfristigen strategischen Partnerschaft zwischen Volkswagen und Suzuki. Der japanische Autobauer war seit langem quasi isoliert auf dem japanischen Markt – der vom Branchenführer Toyota, Honda und Renault-Nissan dominiert wird. Nun wird Volkswagen 19,9 Prozent der Suzuki-Aktien erwerben. Finanzielle Details wurden nicht genannt. Das Handelsblatt spricht von 1,7 Mrd. Euro. Interessant ist die angestrebte Überkreuzbeteiligung. Denn Suzuki beabsichtigt, bis zur Hälfte des erhaltenen Kaufpreises in VW-Aktien zu investieren. Der Schritt von VW wird von vielen Experten beklatscht. Denn nach dem Schrumpfen von GM infolge der Krise und dem ebenfalls schwächer gewordenen Marktführers Toyota ist die Weltmarktführerschaft für VW durchaus erreichbar. An der Börse kommt die Meldung sehr gut an. Die VW-Stämme gewinnen 0,8 Prozent.

Interessant ist diese Entwicklung auch für die Spekulation um eine Rochade der Stämme gegen die Vorzüge im DAX. Wie ich ja die Tage schon ausgeführt habe, besteht durchaus die Möglichkeit, dass die Vorzüge noch im Dezember in den DAX aufgenommen werden. Die VW-Vorzüge legen jedenfalls deutliche 1,3 Prozent zu.

US-Futures deutlich fester

Die heute anstehenden US-Konjunkturdaten (MBA-Hypothekenanträge, Großhandelspreise) werden wohl nur wenig Impulse bringen. Auch auf Seiten der Unternehmen bleibt es heute ruhig. Dennoch gewinnen die US-Futures – nach den deutlichen Abschlägen gestern – wieder merklich hinzu. Der S&P 500 gewinnt 0,5 Prozent. Der NASDAQ legt 0,6 Prozent zu. Der DAX wiederum steht derzeit in Frankfurt bei 5.694 Punkten (+0,1 Prozent).


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here