Um 5: DAX trotzt den negativen Vorgaben – 11.000 nur knapp verfehlt

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Nach einem schon sehr erfolgreichen Oktober gelang dem Deutschen Aktienindex auch noch der Start in den November, das muss man ihm lassen. Denn der DAX musste durchaus negative Vorgaben verdauen: Schwache Konjunkturdaten aus China, eine Bank of Japan vom Freitag, die Geduld beweist und eine schwache Verbraucherstimmung aus den USA. Da spricht es für die Stärke des deutschen Leitindex, dass er sich heute in die Nähe der 11.000-Punkte-Marke wagen konnte. Allerdings besitzt der deutsche Markt auch noch jede Menge Aufholpotenzial, angesichts der Tatsache, dass er den 200-Tage-Durchschnitt noch nicht zurückerobern konnte, im Gegensatz zu den US-Börsen.

Stützend wirkten heute auch die Nachrichten von der Commerzbank, aber auch der Eurozonen-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes, der etwas stärker als erwartet ausgefallen ist und ein deutscher Einkaufsmanagerindex, der sich besser hielt als befürchtet. Nichtsdestotrotz schnappen die Indizes momentan etwas nach Luft. Der Dow Jones beispielsweise hadert damit, die Abwärtstrendlinie vom Allzeithoch nachhaltig zu durchbrechen, während der Deutsche Aktienindex bis zum Test der eigenen Abwärtstrendlinie noch über 100 Punkte Platz hat.

Eine Erklärung für die abnehmende Dynamik der Erholungsrally ist die Sorge, dass mit einer restriktiveren US-Notenbank der Druck auf die Europäische Zentralbank und auch die Bank of Japan gesunken ist, den Hoffnungen auf eine Ausweitung ihrer QE-Programme Taten folgen zu lassen. Aber auch die Sorge um die US-Konjunktur, die allein durch die Zuversicht der Fed nicht ganz genommen werden kann, und ein ISM-Einkaufsmagerindex des verarbeitenden Gewerbes heute nur 0,2 Zähler über dem Kontraktionsbereich drücken etwas auf die Stimmung der Anleger.

Aus charttechnischer Sicht konnte der DAX heute ein neues Hoch seit dem Einbruch im August verzeichnen. Dabei lief der Index bis an die Deckungslinie vom 23. Oktober heran. Darüber bleiben die 200-Tages-Linie und die Abwärtstrendlinie vom Allzeithoch um 11.110 im Fokus. Auf der Unterseite droht bei einem Rücksetzer unter 10.680 Zählern der Test der 10.500-Punkte-Zone.

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Andreas PaciorekEin Beitrag von Andreas Paciorek

Er ist Market Analyst Germany & Austria bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor arbeitete er bei der Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt sowie bei der Varengold Bank. Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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