US-Märkte vor dem Crash?

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Jahrelang kauften US-Anleger Aktien auf Pump. Doch jetzt geht die sogenannte NYSE Margin Debt deutlich zurück. Kommt es zum Crash am US-Aktienmarkt?

Das Volumen der ausstehenden Kredite für den Aktienkauf gilt als exzellenter Frühindikator für die Entwicklung der Aktienmärkte. Nachdem die sogenannte NYSE Margin Debt jahrelang im Zuge des Booms gestiegen war, ist nun seit Monaten ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Die NYSE Margin Debt umfasst das Volumen aller für den Kauf von Wertpapieren an der New Yorker Börse eingeräumten Kredite.

In einem Boom kaufen Anleger vermehrt Aktien auf Pump, was zu einem Anstieg der Margin Debt führt. Kehrt sich die Stimmung der Anleger um, werden insbesondere die auf Pump gekauften Aktien abgestoßen, was zu einem Rückgang der Margin Debt führt.

Die NYSE Margin Debt erreichte im April 2015 ein Hoch bei 507,15 Milliarden Dollar und geht seitdem (mit einer kurzen Unterbrechung im Juni) zurück. Im September 2015 sank die Margin Debt auf 453,90 Milliarden Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2015.

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Die Margin Debt zeigt die Trendwende an den Aktienmärkten oft früher an als es die Kurse selbst tun. Vor der Finanzkrise 2008 erreichte die NYSE Margin Debt im Juli 2007 ihren Höchststand und sank anschließend wieder. Der S&P 500 markierte das Hoch erst im Oktober 2007 und damit drei Monate später.

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Fazit: Der deutliche Rückgang der Margin Debt seit April 2015 lässt sich als ernstes Warnsignal für die Bullen am US-Aktienmarkt interpretieren. Der Bullenmarkt könnte vor dem Ende stehen.

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Autor: Oliver Baron, Fundamentaler Analyst und Redakteur bei GodmodeTrader.de.

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