Wincor Nixdorf: Deutlich weiter

2
Bildquelle: Pressefoto Wincor Nixdorf

Mit einer Übernahme von K+S (WKN KSAG88) durch Potash (WKN 878149) aus Kanada ist es bekanntlich nichts geworden. Doch jetzt könnte es einen etwas kleineren milliardenschweren transatlantischen Zusammenschluss geben. Das US-Unternehmen Diebold (WKN 856244) buhlt um den Geld- und Kassenautomatenhersteller Wincor Nixdorf (WKN A0CAYB), und hat dabei gute Chancen.

Bis vor kurzem wollte Wincor nichts von einer Übernahme oder sogar Verhandlungen über einen Zusammenschluss wissen. Stattdessen hatte man ein Restrukturierungsprogramm aufgelegt, um die Unabhängigkeit zu wahren. Jetzt also steht ein Angebot von 52,50 Euro je Wincor-Aktie im Raum. Der Deal wäre somit rund 1,73 Mrd. Euro schwer. Gemeinsam würden Diebold und Wincor Nixdorf den Branchenführer NCR (WKN 919692) überflügeln. Allerdings ist die Übernahme noch längst nicht in trockenen Tüchern, da die Prüfung der Bücher noch läuft und das Angebot nicht bindend ist.

Die Wincor-Aktie profitierte am Montag von den Übernahmeverhandlungen und schoss regelrecht in die Höhe. Das MDAX-Papier blieb jedoch unter dem gebotenen Preis von 52,50 Euro. Es bleibt also einiges an Skepsis auf Anlegerseite übrig. Dafür bewerteten Analysten den Deal positiv. Bei Hauck & Aufhäuser wurde der Preis als attraktiv bezeichnet, während er bei Oddo Seydler für „sehr generös“ gehalten wird. Dagegen war man sich bei einigen Analysten in Sachen wettbewerbsrechtliche Hürden nicht ganz einig. Bei Kepler Cheuvreux hält man die Bedenken der Wettbewerbshüter für ausräumbar, während man bei Warburg Research der Ansicht ist, dass die Kartellbehörden wegen eines gemeinsamen Marktanteils im Bankensegment Bedenken äußern könnten.

Quelle: Guidants
Quelle: Guidants

Auch wenn der Deal noch nicht durch ist, sind die Unternehmen schon einmal deutlich weiter, als es bei K+S und Potash der Fall war. Zudem scheint sich bei Wincor Nixdorf die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass der Weg aus den jüngsten Schwierigkeiten doch besser gemeinsam mit einem Partner bewerkstelligt werden kann. Dabei geht es um den zuletzt stockenden Wandel, weg vom schwächelnden Hardware-Geschäft mit Geldautomaten oder Kassensystemen, hin zu mehr Software- und IT-Dienstleistungsangeboten. Wer gehebelt auf steigende Kurse der Wincor-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DZC6ML ins Auge fassen. Das Hebelprodukt mit der WKN DG7BLN könnte wiederum etwas für Shorties und diejenigen sein, die noch an ein Scheitern der Übernahme glauben.

Folgen Sie den Börsenbloggern auch auf Guidants. Unseren Experten-Desktop auf der personalisierbaren Investment- und Analyseplattform finden Sie unterhttp://go.guidants.com/de#c/die_boersenblogger

Melden Sie sich hier für unseren kostenlosen Wochen-Newsletter an. Immer samstags gehen wir in unserem bekannten und prämierten Blogstil auf unserer Meinung nach wichtige Themen der Woche ein und liefern Ihnen einen Markt-Roundup sowie Ausblick und Produkt-Informationen aus der D-A-CH-Region. Hier kostenlos anmelden – Ihre Mail-Adresse wird von uns nicht weitergegeben.

Bildquelle: Pressefoto Wincor Nixdorf


2 KOMMENTARE

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here