EZB tritt den geordneten Rückzug an

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Heute hat die Europäische Zentralbank wieder getagt. Die Prognose, dass der Leitzins unverändert bei 1 Prozent bleiben würde, war nicht allzu schwierig. Dennoch haben wir alle mit Spannung darauf gewartet, was EZB-Chef Trichet zum weiteren Vorgehen sagen würde.

Leitzins bleibt niedrig, aber…

Das Fazit aus den Aussagen Trichets: Die EZB bereitet die Märkte auf den schrittweisen Ausstieg aus ihrer Krisenpolitik vor. So soll jetzt im Dezember der letzte Tender mit einer Laufzeit von 12 Monaten über die Bühne gehen. Gleichzeitig betonte Europas oberster Währungshüter aber nochmals, dass der Leitzins vorerst weiter unangetastet bleiben wird. Mehr dazu im aktuellen Handelsblatt-Artikel.

Zurück zur Normalität

Die Märkte in der Krise mit Liquidität regelrecht zu fluten, war zweifellos die richtige Maßnahme. Ebenso ist es richtig, jetzt allmählich wieder zur Normalität zurückzufinden. Genau dies versucht Trichet mit möglichst viel Feingefühl. Und das wird sicher nicht ganz leicht. Entzieht er den Märkten zu schnell die Liquidität, hat dies vielleicht neue Probleme bei der Kreditvergabe zur Folge, die wiederum die Konjunkturerholung bremsen könnten. Hält er die Liquiditätsflut dagegen zu lange aufrecht, droht womöglich sogar eine neue Blase. Hier gilt es jetzt, einen guten Mittelweg zu finden. Ich traue es Jean-Claude Trichet auf jeden Fall zu und wünsche ihm viel Erfolg.


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