Um 5: DAX kämpft um die 10.000 – Jetzt kommt die Charttechnik ins Spiel

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der Deutsche Aktienindex war heute den größten Teil des Handelstages seit mehr als zwei Wochen mal wieder fünfstellig. Im Handelsverlauf nahm der Index scheinbar mit Leichtigkeit die Hürde von 10.000 Punkten, setzte damit seine Erholungsbewegung fort und kann inzwischen ein Plus von mehr als 600 Punkten in nur vier Handelstagen vorweisen. Gegen Schluss des Handels kämpft der DAX wieder mit der runden Marke. Auch in den USA können die Börsen zulegen und erreichen genau wie der DAX wichtige Marken aus Sicht der Charttechnik. Während beim DAX die 10.080-Punkte-Zone einen potenziellen Widerstand darstellt, testet der Dow Jones aktuell sein Erholungshoch aus dem September und der S&P 500 die 2.000er Region.

Fundamental bleiben die vielen Fragezeichen, ob die Rally der vergangenen Tage so einfach weitergehen kann. Die kräftige Erholung findet trotz fortgesetzt schwacher Konjunkturdaten und bisher auch ohne zusätzliche Stimuli durch die Notenbanken statt. So konnte sich die Bank of Japan zunächst noch nicht zu einer Ausweitung ihres QE-Programmes durchringen, die Bank of England-Sitzung wird erst morgen stattfinden. Dann fällt heute nach Börsenschluss auch der Startschuss der Quartalsberichtssaison durch den „Konjunkturindikator“ Alcoa.

Es besteht die Gefahr, dass der nun wieder zurückkehrende Optimismus und die Jahresendrally-Fantasie am Ende doch wieder aufziehenden dunklen Wolken weichen müssen, die das Thema Konjunktursorgen wieder auf den Tisch bringen. Da in dieser Woche allerdings nicht mehr allzu viele wichtige Konjunkturdaten anstehen, rückt der Fokus vorerst auf die Charttechnik und die Frage, ob die Börsen einen Ausbruch nach oben schaffen oder sie an den Widerständen scheitern. Letzteres hätte zur Folge, dass die Seitwärtsbewegung unter hohen Schwankungen vorerst weitergeht.

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Aus charttechnischer Sicht testet der DAX aktuell den potenziellen Widerstand um die 10.080-Punkte-Region. Gelingt der nachhaltige Ausbruch darüber, könnte die 10.325-Punkte-Marke anvisiert werden. Auf der anderen Seite kommen bei einem Rebound wieder zunächst die 10.000, darunter die 9.780 und 9.730 auf den Radar.

Andreas PaciorekEin Beitrag von Andreas Paciorek

Er ist Market Analyst Germany & Austria bei CMC Markets, Frankfurt.
Davor arbeitete er bei der Bank of Tokyo Mitsubishi in Frankfurt sowie bei der Varengold Bank. Paciorek hat ein Diplom der Universität Bonn im Bereich Regionalwissenschaften Japan mit Schwerpunkt Wirtschaft.

Bildquellen: CMC Markets / dieboersenblogger.de


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