Deutsche Börse: Gut, wenn es turbulent zugeht

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Mit einem Kursplus von 30 Prozent gehört die Aktie der Deutschen Börse (WKN 581005) zu den DAX-Top-Performern im Jahr 2015. Selbst als das wichtigste deutsche Börsenbarometer im dritten Quartal um knapp 12 Prozent abstürzte, konnte sich die Deutsche Börse mit einem Plus von knapp 4 Prozent im Zuge der Börsenturbulenzen sehr gut aus der Affäre ziehen. Es spricht einiges dafür, dass die Outperformance anhält.

In den vergangenen Jahren verzeichneten die weltweiten Aktienmärkte eine steile Kursrallye, die nur selten durch Rücksetzer unterbrochen wurde. Die gleichzeitig beobachtete schwache Volatilität half Börsenbetreibern wie der Deutschen Börse wenig. Doch mit der Griechenland-Krise, den China-Sorgen, dem Rätselraten um den Zeitpunkt der ersten Fed-Leitzinserhöhung nach vielen Jahren und dem Skandal bei Volkswagen um manipulierte Abgaswerte in den USA kamen die Nervosität und verstärkte Kursausschläge an die Märkte zurück. Davon profitierte letztlich auch die Aktie der Deutschen Börse.

Im September konnte das Unternehmen an den Handelsplätzen Xetra, Börse Frankfurt und Tradegate Exchange gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg beim Orderbuchumsatz aller gehandelten Wertpapierarten um 41 Prozent auf 142,3 Mrd. Euro verbuchen. Wenig überraschend, dass dabei die Vorzugsaktie von Volkswagen umsatzstärkster DAX-Titel auf Xetra war. Darüber hinaus profitiert die Deutsche Börse davon, dass sie mit den drei Handelsplätzen in Deutschland auf einen Marktanteil von über 99 Prozent kommt. Und dann kommen ja auch noch die Terminbörse Eurex und die Tochter für die Wertpapierverwahrung und -verwaltung Clearstream hinzu.

Dank der positiven Entwicklung bei Clearstream sowie der gestiegenen Aktienmarkt- und Zinsvolatilität konnte die Deutsche Börse zudem im zweiten Quartal einen Anstieg bei den Nettoerlösen im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent auf 583,1 Mio. Euro verkünden. Das EBIT konnte somit trotz höherer operativer Kosten um 14 Prozent auf 271,4 Mio. Euro nach oben geschraubt werden. Gleichzeitig will die Deutsche Börse nun mit dem Wachstumsprogramm „Accelerate“ und einigen Zukäufen für noch mehr Schwung sorgen.

Neben dem Vertrauen in die Kostendisziplin des Börsenbetreibers waren das die Gründe für die Analysten bei Barclays, das Rating für die Deutsche-Börse-Aktie gleich von „Underweight“ auf „Overweight“ zu ändern und das Kursziel von 78,00 auf 94,00 Euro anzuheben. Anleger, die überproportional und schon mit kleinen Geldbeträgen von steigenden Kursen der Deutsche-Börse-Aktie profitieren möchten, könnten auf einen Open End Turbo Bull der Citigroup (WKN CC4TG6) setzen.

Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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