Before the Bell: DAX und US-Futures zeigen sich zurückhaltend

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Nach einem sehr freundlichen Monatsauftakt gestern, kehren heute wieder die Sorgen um die Wirtschaft zurück an die Aktienmärkte. Besonders die Automobilindustrie gerät dabei wieder in den Fokus der Anlegerschar. Hintergrund sind neue Daten des Branchenverbands VDA. Aber auch aus dem Maschinenbau kommen wenig positive Meldungen. Der Branchenverbands VDMA erklärte, dass der Auftragseingang im Oktober 2009 um real 29 Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres lag. Dennoch wurde versucht Optimismus zu verbreiten, denn der Zustand im Maschinenbau stabilisiere sich inzwischen auf niedrigem Niveau. Alles in allem hält sich der Markt heute aber sehr stabil. Denn neu sind die schlechten Zahlen keineswegs und mit der Zeit gewöhnt man sich als Anleger an vieles.

Automobilbranche im Fokus

Die Automobilbranche – das Kernstück der deutschen Industrie – steht vor enormen Veränderungen. Nicht nur die Krise auf den Absatzmärkten infolge der Wirtschaftskrise belastet hier, sondern auch die Veränderungen bei der Antriebstechnik. Stichwort Elektroauto. Dies stellte heute auch VDA-Präsdient Matthias Wissmann auf der heutigen VDA-Jahrespressekonferenz klar heraus. Sein Rück- und Ausblick fiel dann auch deutlich zurückhaltender aus, als in vergangenen Jahren:

Das Jahr 2009 stellte die deutsche Automobilindustrie vor ihre bislang größte Herausforderung. Mit einer enormen Kraftanstrengung ist es gelungen, das „Boot“ auf Kurs zu halten und die schlimmsten Untiefen zu vermeiden.
Das Jahr 2010 wird mindestens ebenso anspruchsvoll. Nur auf wenigen Märkten ist eine klare Aufwärtsbewegung erkennbar. Der Erfolg unserer Branche wird entscheidend davon abhängen, wie sich die weltweite Automobilkonjunktur im kommenden Jahr entwickelt. Sollte diese wieder Fahrt aufnehmen – wovon wir ausgehen -, dann werden die deutschen Hersteller aufgrund ihrer Exportstärke davon besonders profitieren.
Der Pkw-Inlandsmarkt wird 2010 schwierig sein. Auch das Nutzfahrzeuggeschäft hat noch eine holprige Wegstrecke vor sich.

Pkw-Absatzmarkt USA vor der Wende?

Pünktlich zum 1. Dezember wurden in den USA die Automobil-Absatzzahlen veröffentlicht und es zeigte sich mal wieder, dass besonders die Asiaten aber auch deutsche Autobauer weiter en Vogue sind. Der europäische Marktführer Volkswagen konnten die Verkäufe im November um 13,7 Prozent auf 16.250 Fahrzeuge steigern. Bei Daimler stieg der Absatz um 9,1 Prozent auf nun 17.446 Fahrzeuge. Nur so ist es auch nachzuvollziehen, dass derzeit die Verlagungspläne der Stuttgarter durchgezogen werden. Der Absatzmarkt in Europa und damit Euroland schrumpft bzw. stagniert bestenfalls und für den Handel in Übersee kommen noch die Unsicherheiten auf dem Währungsmarkt hinzu. Von daher ist eine Verlagerung der C-Klasse-Produktion weg von Sindelfingen in die USA aber auch nach Bremen sowie die Stärkung der Montagewerke in China und Südafrika aus langfristigen Gesichtspunkten sehr sinnvoll. Die Daimler-Aktie kann sich heute auch mit Zugewinnen präsentieren.

US-Futures zeigen sich zurückhaltend

Die US-Futures zeigen sich altuell mit leicht grünen Vorzeichen. NASDAQ und S&P 500 legen aktuell jeweils 0,1 Prozent zu. Der DAX wiederum steht bei 5.776 Punkten auf Vortagesniveau.


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