Volkswagen: Es hat so gut ausgesehen

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Bildquelle: Pressefoto Volkswagen

Bis zum gestrigen Sonntag hat es so gut ausgesehen für Volkswagen (WKN 766403). Die IAA brachte den nötigen Schub, doch nun haben die Wolfsburger einen handfesten Skandal an der Backe, der die Grundfesten der Branche erschüttern kann.

Nachdem die US-Umweltbehörden festgestellt hatten, dass VW an Abgastests manipuliert hat, hat Konzernchef Martin Winterkorn erklärt, die festgestellten Verstöße sehr ernst zu nehmen. Er will den Sachverhalt schnell und transparent vollumfänglich aufklären und hat dazu eine externe Untersuchung beauftragt. Sein Kernsatz: „Volkswagen duldet keine Regel- oder Gesetzesverstöße jedweder Art“.

Der Umfang der Manipulationen im Konzern und in der Branche sind noch nicht abzusehen. Anleger strafen jedenfalls die VW-Aktie ganz besonders ab. Vergessen sind die positiven Erfolge der IAA. Auf der letzte Woche gestarteten 66. Auflage der Automesse geht es besonders um Themen wie Vernetzung der Fahrzeuge, selbstfahrende Autos und natürlich um Elektromobilität. An diesem Punkt setzt der Audi E-Tron Quattro Concept an. Mit einer großen Batterie und einer Reichweite von 500 Kilometer soll das 2018 erscheinende Vorzeigemodell den großen Angriff auf den US-Elektrowagenbauer und Pionier der Branche Tesla Motors anführen. Schon wesentlich früher wird Audi mit BMW und Daimler gemeinsam den Nokia-Kartendienst-HERE übernehmen und sich auf diese Weise bei der voranschreitenden Vernetzung des Autos von Technologiekonzernen wie Apple oder Google unabhängiger machen.

Doch ob der Blick in die Zukunft reicht, solche gravierenden Probleme bei den Umweltstandards vergessen zu machen, darf zumindest angezweifelt werden. Zumal VW noch damit zu kämpfen hat, dass die China-Absätze im August um 4,1 Prozent und seit Jahresbeginn um 0,8 Prozent zurückgingen.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Charttechnisch ist die Aktie durch den heutigen Kurssturz heftig angeschlagen. Fundamentale Kaufargument wie das günstige 2016er KGV von 6 verblassen hierbei. Zumal die Strafen in den USA erheblich den Gewinnseite des Konzerns belasten dürften. Dennoch bieten solche Abstürze auch immer Rebound-Möglichkeiten. Anleger, die überproportional und schon mit kleinen Geldbeträgen von (wieder) steigenden Kursen der VW-Vorzugsaktie profitieren möchten, könnten auf einen MiniFuture long der DZ Bank (WKN DG2AB1) setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Volkswagen


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