Schlussgong: Dubai-Krise – Aktien aus Wachstumsmärkten werden nach der Korrekturphase wieder interessant

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[ad#Google Adsense XL-links]Am Tag 2 der Dubai-Krise haben sich die Märkte wieder beruhigt. In Europa konnten fast alle Aktienindizes leicht zulegen und die Talfahrt des Vortages stoppen. Die Wall Street machte sich die Sache einfach: Gestern kein Handel wegen Feiertag, heute nur verkürzter Handel vor dem Wochenende. Der Dow Jones hat knapp 1,5% verloren (DAX und EuroStoxx gestern über 3%). Die US-Anleger sehen die Sache etwas entspannter.

Dubai-Krise löst nach der langen Kursrally Gewinnmitnahmen aus

Die Krisen-Berichte in den Medien waren heute spannend. Weil das Problem Dubai einigen “Experten” zu klein war (Gesamtschulden unter 100 Mrd. USD), wurden alle Schulden der gesamten Golfregion in einen Topf geworfen. Das ist dann eine imposante Summe. Allerdings sind die Reserven in den Staatsfonds dieser Länder noch viel größer – aber das wurde fast nie erwähnt. Das hätte die Spannung aus der schönen Horrorgeschichte genommen.

Wie schon gestern im Schlussgong geschrieben: Dubai ist kein typischer Öl-Staat. Das ist genau der Grund, warum Dubai auf Luxus, Finanzzentren und Tourismus gesetzt und sich mit einigen Projekten völlig übernommen hat. Man darf also die Dubai-Probleme nicht 1:1 auf die anderen Emirate übertragen. Ab einem Öl-Preis von ca. 50 USD braucht man sich um Ölförderländer keine großen Sorgen zu machen. Die aktuell 75 bis 80 USD sorgen für sprudelnde Staatseinnahmen.

Dubai ist angesichts der starken Nachbarn an sich kein großes Problem. Es war aber der Tropfen, der das berühmte Fass zum Überlaufen gebracht hat. Nach dem steilen Kursanstieg ist die Zeit immer mal wieder reif für Gewinnmitnahmen. Korrekturen von 5 bis 10% sind keine Seltenheit. Das haben wir auch Ende Oktober erlebt.

Wachstumsmärkte könnten kurzfristig die größten Kursabschläge erleiden – gute Nachkauf-Gelegenheit

Spannend können in den nächsten Tagen und Wochen die wachstumsstarken Schwellenländer werden. Die dürften nach den Ereignissen in Dubai in Sippenhaft genommen werden. Dort könnte es bei den Währungen und Aktienmärkten die höchsten Verluste geben. Abschläge von 10 bis 20% sind möglich.

Das wären dann sehr attraktive Einstiegskurse, falls Sie in diesen Märkten noch nicht vertreten sind. Suchen Sie sich schon einmal in Ruhe einen guten Schwellenländer-Fonds aus. Die Zeit ist bald reif.

Achterbahnfahrt beim Goldpreis

Kurz zum Gold: Heute gab es kein (!) neues Allzeithoch. Fast schon eine Nachricht mit Seltenheitswert. Trotzdem war der Goldpreis heute wieder ein heißes Thema. Direkt nach Handelsbeginn stürzte der Goldpreis um über 3% auf unter 1.150 USD je Unze ab. Nach dem steilen Kursanstieg sind viele Gold-Investoren nervös. Denken Sie daher an meine Empfehlung aus dem Schlussgong und aus dem Power-Depot: Sichern Sie spekulative Gold-Positionen mit Stop-Loss-Marken ab! [ad#Google Adsense M-rechts]

Am Nachmittag registrierten die Gold-Investoren dann aber mit Erleichterung, dass die Wall Street die Dubai-Krise relativ locker betrachtet. Schlagartig tauchten die Gold-Käufer wieder auf. Der Goldpreis schloss bei knapp 1.180 USD je Unze und damit nur rund 1% unter dem Vortagesniveau. Es gibt also noch Kapital, das in den Goldmarkt drängt. Das ist ein gutes Zeichen für die Gold-Investoren.


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