Erste Group: Optimismus nach den Zahlen

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Bildquelle: Pressefoto Erste Group © fischka.com

Die Zahlenvorlage der Erste Group Bank (WKN 909943) kam gut an. Kein Wunder, wenn es ein Bankhaus in diesen Zeiten schafft, eine gewaltigen Verlust vollständig abzubauen und einen kräftigen Gewinn zu erzielen. In der Folge wurden nicht nur Anleger, sondern auch Analysten deutlich optimistischer für das österreichische Kreditinstitut.

Konkret konnte die Erste Group für das erste Halbjahr einen Nettogewinn von 487,2 Mio. Euro ausweisen, während in der Vergleichsperiode des Vorjahres ein negatives Ergebnis von -929,7 Mio. Euro zu verbuchen war. Zu dieser Entwicklung hatten neben einer Verbesserung der Profitabilität, auch eine bessere Kreditqualität, eine Ausweitung des Kreditvolumens und eine Stärkung der Kapitalpositionen geführt. Das Betriebsergebnis belief sich auf 1,5 Mrd. Euro und damit leicht unter dem Vorjahreswert. Mehr Details hier.

Für 2015 erwartet die Erste Group, dass das Betriebsergebnis voraussichtlich um einen mittleren einstelligen Bereich sinken wird. Laut der Bank ist dies die Folge eines rückläufigen, aber nachhaltigen Betriebsergebnisses in Ungarn (Durchschnittsvolumen als Folge der FX-Konvertierung rückläufig) und Rumänien (geringerer Unwinding-Effekt) sowie des anhaltend niedrigen Zinsniveaus.

Analysten sind dennoch deutlich optimistischer für die Bank und deren Aktie. Goldman Sachs („Buy“) hob das Kursziel von 32 auf 33 Euro an, während UBS („Buy“) ihr Kursziel von 28,50 auf 31,50 Euro anhoben. Beide Analystenhäuser zeigten sich von den Zahlen überrascht und passten daher ihre Schätzungen nach oben an. Bei Barclays ist man ebenfalls vorsichtig optimistisch. Dort erhöht das Kursziel von 28,90 auf 29,90 Euro, bleibt ansonsten bei der „Equal Weight“-Einschätzung.

Eine krasse Minderheitsmeinung vertritt derweil die Berenberg Bank. Dort bleibt man bei der „Sell“-Einstufung und einem Kursziel von 14!!! Euro. Dies würde einer Kurshalbierung entsprechen. In der Begründung heißt es, dass die langfristigen Erwartungen bezüglich des Gewinnwachstums in 2016/17 zu optimistisch seien.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Charttechnisch ist die Lage im grünen Bereich. Anleger können sich seit Jahresanfang über 46 Prozent Kursgewinn erfreuen. Ein Ende dieser Aufwärtsbewegung ist nicht in Sicht. Daher dominieren auch bei den Analysten die Optimisten.

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Bildquelle: Pressefoto Erste Group © fischka.com


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