Dubais Probleme werden keine neue Finanzkrise auslösen

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Es geht hoch her an den Finanzmärkten. Die Bitte um Zahlungsaufschub für die beiden Staatsbetriebe Dubai World und Nakheel haben die Märkte geschockt und für massive Kursverluste gesorgt, die sich auch am heutigen Freitag fortsetzen. Offenbar fragen sich die Anleger, welche Kreise die Finanzprobleme des kleinen arabischen Staates ziehen werden. Droht womöglich sogar ein Rückfall in die globale Finanzkrise?

Weltwirtschaft gerät nicht ins Wanken

Ich sehe die ganze Geschichte relativ gelassen. Bleiben wir doch bei den Fakten: Der erbetene Zahlungsaufschub ist nicht zwingenderweise gleichbedeutend mit einem Staatsbankrott. Und selbst wenn die Holdinggesellschaft Dubai World und der Immobilienentwickler Nakheel tatsächlich umfallen sollten, würde das Volumen nur ungefähr ein Zehntel dessen beim Zusammenbruch von Lehman Brothers ausmachen. Das wird die Weltwirtschaft nicht ins Wanken bringen.

Überzogene Reaktion in Europa

Kurzum: Ich halte die Reaktion der Europäer für überzogen. Bemerkenswert finde ich auch die Tatsache, dass einzigen Aktienmärkte in der Golfregion, die gestern geöffnet hatten, nämlich die Börsen in Bahrain und in Oman, nur lächerliche Verluste von 0,3 bzw. 0,5 Prozent verzeichneten. Zu den hohen Verlusten hierzulande kam es ohnehin nur deshalb, weil das Handelsvolumen relativ gering war. Schließlich begingen die US-Anleger „Thanksgiving“ und widmeten sich ihren Truthähnen anstatt dem Aktienhandel. Ohne deren Unterstützung brachen bei uns alle Dämme.

Warten auf die Amerikaner

Ich bin gespannt, wie die Amerikaner reagieren, wenn sie heute wieder den Handel aufnehmen. Ich bin mir fast sicher, dass die Verluste bei weitem nicht so hoch ausfallen werden wie bei DAX & Co. Schließlich zeigen die Amis doch gerade in kritischen Situationen – Sorry für die Formulierung – immer „Eier“.


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