Barrick Gold: Alle Mühe vergebens?

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank

Der kanadische Goldminenbetreiber Barrick Gold (WKN 870450) hat es im zweiten Quartal geschafft, den Nettoverlust gegenüber dem Vorjahr deutlich zu verringern. Allerdings war das viel zu wenig, um verlorengegangenes Anlegervertrauen zurückzugewinnen. Zumal es derzeit auch nicht danach aussieht, dass sich der Goldpreis erholen wird. Angesichts der anstehenden Zinswende in den USA dürften die Notierungen für das gelbe Edelmetall auch weiterhin unter Druck geraten.

Auch aus diesem Grund gilt es für Barrick Gold, sich mithilfe von Kostensenkungen, Verkäufen von Beteiligungen und einer Stärkung der Bilanz, auf eine Welt mit niedrigeren Goldpreisen einzustellen. Im ersten Halbjahr 2015 konnte man die Schulden um 250 Mio. US-Dollar senken. Darüber hinaus wird die Quartalsdividende um 60 Prozent auf 2 Cents je Aktie nach unten gefahren. Zudem macht das Unternehmen mit seinen Anteilsverkäufen weiter. Im bisherigen Jahresverlauf hatten diese ein Volumen von 2,45 Mrd. US-Dollar. Allerdings hat das nun auch dazu geführt, dass das Produktionsziel für das Gesamtjahr 2015 von 6,2 bis 6,6 Millionen Unzen auf 6,1 bis 6,4 Millionen Unzen gesenkt wurde. Gleichzeitig sollen die durchschnittlichen Kosten jedoch nur noch bei 840 bis 880 US-Dollar pro Unze (zuvor: 860 bis 895 US-Dollar pro Unze) liegen.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Selbst wenn Barrick Gold enorme Fortschritte bei der Verbesserung der Ergebnisqualität machen sollte, bleibt doch der Goldpreis der entscheidende Faktor für den Unternehmenserfolg. Und dieser steht angesichts der Entwicklungen in den USA und China sowie der schwächelnden Inflation oder des ausgebliebenen „Grexit“ nicht gerade vor einem fulminanten Comeback. Somit sollte ein solches Comeback vorerst auch der Aktie von Barrick Gold verwehrt bleiben. Wer optimistischer eingestellt ist und sogar gehebelt auf steigende Kurse der Barrick-Gold-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN XM5RPM ins Auge fassen. Shorties könnten wiederum auf das Hebelprodukt mit der WKN XM5RPP setzen.

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Bundesbank


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