AT&S: Zukunftsinvestitionen

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Bildquelle: Pressefoto AT&S

Wenn Apple (WKN 865985) Quartalszahlen meldet, blickt auch Andreas Gerstenmayer, Vorstandschef von AT&S (WKN 922230), mit Spannung auf Umsatz, Absatzzahlen und Profitabilität der Amerikaner. Denn obwohl die Österreicher ihre Kunden nicht nennen dürfen, hat sich am Markt längst herumgesprochen, dass sie zu den Haus- und Hoflieferanten des kalifornischen Elektronikkonzerns gehören. AT&S ist einer der weltweit führenden Hersteller von Leiterplatten, die in mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets zum Einsatz kommen. Daneben beliefert AT&S die Branchen Automotive, Industrial und Medical.

„Wir adressieren technologisch gesehen gezielt das obere Ende des Marktes, unter anderem um uns von den asiatischen Wettbewerbern abzuheben“, erklärt Gerstenmayer. Auf diese Weise schaffte AT&S 2014/15 ein Umsatzwachstum von 13 Prozent auf 667 Mio. Euro und eine operative Marge von 25,1 Prozent. „2015/16 wird eher ein Übergangsjahr mit konstanten Erlösen und investitionsbedingt einem Margenrückgang auf 18 bis 20 Prozent“, erklärt der Manager. Denn AT&S baut gerade für 480 Mio. Euro eine Produktion in China auf, mit der das Unternehmen in das Geschäft mit IC-Substraten einsteigt. „Durch die neue Fabrik entsteht ein Umsatzpotenzial von bis zu 350 Mio. Euro pro Jahr. Und natürlich ist unser Ziel, zu alten Margenniveaus zurückzukehren“, so Gerstenmayer.

Die Aktie von AT&S unternimmt aktuell einen Anlauf auf die im Frühjahr markierten Jahreshöchststände bei 16,00 Euro.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Anleger können mittels eines Turbo Long-Zertifikats (ISIN AT0000A1E6V2) von Raiffeisen Centrobank (RCB) an den guten langfristigen Perspektiven des Unternehmens partizipieren. Das Papier bildet Kursgewinne der Aktie mit einem Hebel von 2,5 ab. Ein Anstieg von fünf Prozent bei der Aktie würde also bei dem Zertifikat in einem Zuwachs von 12,5 Prozent münden. Der Mechanismus wirkt natürlich auch umgekehrt. Die K.-O.-Marke von 9,54 Euro liegt gut 36 Prozent vom aktuellen Kurs entfernt – ein großer Sicherheitspuffer.

Wegen der kurzfristig zu erwartenden Seitwärtsbewegung der Aktie dürfte auch der Einstieg in ein Discount-Zertifikat (ISIN AT0000A1EC22) von der RCB lohnen. Das bis Juli 2016 laufende Papier generiert eine Rendite von 4,9 Prozent, auch wenn sich der Basiswert nicht bewegt. Im Vergleich zum Direktinvestment ist das Rabattpapier aktuell um 4,7 Prozent günstiger zu haben.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von Zertifikate // Austria und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto AT&S


1 KOMMENTAR

  1. […] Der Goldpreis hat in den letzten drei Monaten rund 10 Prozent an Wert verloren. Zwischenzeitlich fiel der Preis für eine Feinunze Gold sogar auf den tiefsten Stand seit 2010. Angesichts dieser Entwicklung musste auch die Aktie des kanadischen Goldminen-Betreibers Barrick Gold (WKN 870450) deutliche Einbußen hinnehmen und notiert inzwischen auf dem Kursniveau vom Herbst 1989. Die Vorlage der Quartalszahlen am 5. August wird Klarheit darüber bringen, ob der Kursrutsch durch die operative Schwäche tatsächlich gerechtfertigt ist oder ob Einsparungen und Minenverkäufe ihre erhofften Effekte auf Ergebnis und Bilanz haben konnten. Mehr dazu hier. Uiii, da waren wohl ein paar unzufrieden und es gab sicherlich ein paar „don´t like it“ – bei dieser Bilanz des Online-Netzwerks Facebook (WKN A1JWVX). Unsere Einschätzung dazu hier. Bei Twitter (WKN A1W6XZ) herrscht weiterhin das Prinzip Hoffnung. Zwar glänzte das Unternehmen mit besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen, enttäuschte jedoch mit einem schwachen Nutzerwachstum und einem demzufolge ebenfalls enttäuschenden Ausblick. Außerdem kämpft das Unternehmen weiter mit roten Zahlen. Die Achterbahnfahrt der Aktie macht das Unbehagen der Anleger sichtbar. Wenn Apple (WKN 865985) Quartalszahlen meldet, blickt auch Andreas Gerstenmayer, Vorstandschef von AT&S (WKN 922230), mit Spannung auf Umsatz, Absatzzahlen und Profitabilität der Amerikaner. Denn obwohl die Österreicher ihre Kunden nicht nennen dürfen, hat sich am Markt längst herumgesprochen, dass sie zu den Haus- und Hof-Lieferanten des kalifornischen Elektronikkonzerns gehören. Mehr dazu hier. […]

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