Gold: Soviel kostet und kostete es, eine Unze zu fördern

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Sehen Sie sich die Produktionskosten von Gold im Zeitverlauf an. Das 90. Perzentil beschreibt das Kostenniveau, zu dem 90% der Minen profitabel arbeiten können.

Quelle: Guidants
Quelle: Guidants

Die Daten wurden von der US-Investmentbank Morgan Stanley und der Beratungsgesellschaft Wood Mackenzie berechnet. Man kann gut sehen, das die Kosten für den Abbau von Gold mit dem gesunkenen Goldpreis ebenfalls abgenommen haben. Derzeit liegt das 90. Perzentil bei 870 USD/Unze.

Dazu Morgan Stanley:

Wie bei anderen Rohstoffen haben Goldproduzenten schrittweise auf den fallenden Goldpreis in den vergangenen drei Jahren reagiert: Sie haben Projekte verzögert/gestoppt, Kapitalinvestitionen/operative Kosten eingespart;

das hat sich in einer sich abflachenden Kostenkurve der Industrie wiedergespiegelt

die Währungen der Produzentenländer haben sich abgeschwächt und der Zusammenbruch des Ölpreises im vierten Quartal 2014 (und sie fallen gerade weiter) haben auch die Allgemeinkosten der Produktion gesenkt

90% der Produzenten können im zweiten Quartal 2015 bei 870 USD/Unze profitabel produzieren. Im vierten Quartal 2014 lag der Wert bei 943 USD/Unze.

Morgan Stanley warnt: „Nein, die Grenzkosten der Produktion (beliebt, das 90. Perzentil) sind kein „Boden“ für den Goldpreis dieses Rohstoffs. Dennoch entspricht es dem Niveau, an dem die Kapazität Kürzungen gegenübersteht, und an dem das Wachstum der Kapazität nachlassen wird.“

Nun gibt es in den Augen von Morgan Stanley zwei Varianten, wie es weiter gehen könnte:

1. Wahrscheinliches Szenario = 1050 USD/Unze. Gold sinkt tiefer mit der schrittweisen Lösung der Griechenlandkrise + robuster/stabiler USD + schwacher Ölpreis, hält sich aber bedeutend über 1000 USD/Unze –> impliziert 14 USD/Unze bei Silber, wenn man annimmt, dass die aktuelle Gold/Silber-Ratio Bestand haben wird.

2. Worst-Case-Szenario = 800 USD/Unze…dazu muss es zu einer weiteren Aktienkorrektur in China kommen + Beginn eines Zinsanhebungszyklus in den USA + Zentralbanken beginnen, Reserven zu verkaufen –> impliziert 10-12 USD/Unze für Silber

Autor: Jochen Stanzl, Finanzmarktanalyst bei GodmodeTrader.de.

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse


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