Schaltbau: Übernahmen machen Hoffnung

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Bildquelle: Pressefoto Schaltbau

Der Bahntechnikkonzern Schaltbau (WKN 717030) macht mal wieder mit einer Übernahme von sich reden. Dabei geht es um 65 Prozent des auf Eisenbahn- und Automatisierungskomponenten spezialisierten Unternehmens SPII S.p.A. Anfang Juli war bekanntgeworden, dass der Anteil an der britischen Rail Door Solutions auf 65 Prozent aufgestockt wurde. Der Aktie dürfte dies jedoch nicht unbedingt schnell aus der seit langem andauernden Seitwärtsbewegung helfen. Dazu müssten die jüngsten Zukäufe erfolgreich integriert werden.

Der SPII-Zukauf verstärkt das breite Produktportfolio von Schaltbau in den Bereichen Komponenten und Rolling Stock durch Systeme und Komponenten für die Verkehrstechnik, wie Fahrschalter und Führerstandausrüstungen sowie Trenn- und Erdungseinrichtungen. Da die Gründerfamilie Foiadelli 35 Prozent der Anteile behält und damit auch weiterhin im Management vertreten sein wird, ist bei den Italiener für Kontinuität gesorgt. SPII erwartet für 2015 mit 110 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 27 Mio. Euro. Bedingt durch Integrationskosten und sonstige Aufwendungen wird für 2015 kein wesentlicher Effekt auf das Konzernergebnis von Schaltbau erwartet. Der Gesamtumsatz der Schaltbau-Gruppe wird durch die erstmalige Einbeziehung von SPII auf rund 485 Mio. Euro in 2015 ansteigen.

Abseits dieser Meldung gibt es weitere spannende Entwicklungen bei Schaltbau. Zum einen hat die Kreissparkasse Biberach einen Anteil von rund 5 Prozent erworben. Zum anderen wird der Vorstand ab 1. August mit Ralf Klädtke verstärkt. Der frühere Airbus-Manager übernimmt die Verantwortung für den Geschäftsbereich Mobile Verkehrstechnik mit Sitz in Kassel. Beide Meldungen sorgten am Markt für wenig Bewegung, dennoch zeigen sie, dass bei Schaltbau Bewegung drin ist.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Der Chart zeigt die große Seitwärtsbewegung um den GD200 herum. Abseits des positiven Frühjahrs hat die Aktie bislang 2015 wenig Performance gezeigt. Das könnte sich ändern, wenn die nächsten Quartalszahlen positive Effekte aus der ALTE-Übernahme zeigen. Ansonsten bleibt Schaltbau was für langfristige Anleger. Ein 2016er KGV von 10 und eine Rendite von rund 2,2 Prozent sprechen eher für denn gegen die Aktie. Zudem bieten sich dem SDAX-Unternehmen auf lange Sicht enorme Wachstumsmöglichkeiten. Einerseits muss die Bahninfrastruktur in entwickelten Märkten wie Deutschland oder in den USA modernisiert werden, während in den wachsenden Schwellenländern viele neue Schienenprojekte geplant sind.

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Bildquelle: Pressefoto Schaltbau


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