Im Fokus Gold: Die Sache mit der Krisenwährung…

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Bildquelle: Pressefoto Deutsche Börse

Da ein „Grexit“ vorerst abgewendet werden konnte, sollte auch der so genannte „sichere Hafen“ Gold von Investorenseite seltener angesteuert werden. Allerdings waren es zuletzt ohnehin andere Faktoren, die den Goldpreis bestimmten.

In einer Marathonsitzung, die erst am Montagmorgen (13. Juli) endete, haben sich die Staats- und Regierungschefs der Eurozone doch noch auf einen Fahrplan zur Griechenland-Rettung einigen können. Die allgemein einsetzende Erleichterung über die Entspannung im griechischen Schuldendrama dürfte der Nachfrage nach der Krisenwährung Gold schaden. Allerdings konnten die Goldpreise in den vergangenen Wochen und Monaten auch dann nicht von der Marktunsicherheit profitieren, als ein so genannter „Grexit“, ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone, sehr wahrscheinlich erschien. Offenbar gilt es frühere Denkmuster in Bezug auf das gelbe Edelmetall zu überdenken.

Auch die zwischenzeitlichen Kurseinbrüche an den chinesischen Aktienmärkten hätten dazu dienen können, die Nachfrage und damit die Notierungen bei der Krisenwährung Gold ansteigen zu lassen. Allerdings waren Anleger offenbar der Ansicht, dass die Turbulenzen an den chinesischen Börsen das Wirtschaftswachstum und damit möglicherweise auch die Goldnachfrage in China weiter abschwächen würden. Immerhin hat sich das Land in den vergangenen Jahren angesichts seines enormen Rohstoffhungers zu einem der wichtigsten Treiber von Rohstoff- und Edelmetallpreisen entwickelt. Aus diesem Grund wurden zuletzt nicht nur Preisrückgänge bei Gold, sondern bei vielen anderen Rohstoffen beobachtet.

Die US-Notenbank Fed stellt ebenfalls einen wichtigen Einflussfaktor auf den Goldpreis dar. Obwohl der Zeitpunkt noch nicht feststeht, wann die US-Notenbanker um ihre Chefin Janet Yellen die Zinswende vollziehen werden, scheint es am Markt als ausgemacht zu gelten, dass die Fed noch 2015 den Leitzins erstmals seit rund neun Jahren anheben wird. Steigende Zinsen in den USA bedeuten wiederum, dass Gold als Alternativinvestment, das nun einmal keine laufenden Erträge abwirft, unattraktiver erscheint. Gleichzeitig sorgt die Aussicht auf steigende Zinsen in den USA dafür, dass der US-Dollar an Stärke gewinnt. Da Gold hauptsächlich in der US-Währung gehandelt wird, verteuert sich die Anschaffung des Edelmetalls.

Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es für die Goldpreis-Bullen dann möglicherweise doch. Allerdings könnte es noch etwas dauern, bis dieser zum Tragen kommt. Angesichts des Wirtschaftswachstums in den Schwellenländern und ihres wachsenden Rohstoffhungers, insbesondere in China, haben Bergbauunternehmen ihre Produktionskapazitäten in der Vergangenheit in die Höhe gefahren. Da die Rohstoffpreise zuletzt auf breiter Front eine Schwäche erlebten, sind diese Unternehmen gerade dabei, ihre Produktion wieder massiv nach unten zu fahren und Minen zu schließen. Bei einer spürbaren Angebotsverknappung könnten sich auch die Goldpreise wieder erholen.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei Gold erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 6 der Deutschen Bank (WKN DX6XAU) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Goldpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 6 der Deutschen Bank (WKN DX6GLD) die Gelegenheit dazu.

Stand: 13.07.2015/ Ein Gastkommentar von Nicolai Tietze, Direktor db x-markets

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