K+S: Potash ist am Zug

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Bildquelle: Pressebild K+S

Beim Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S (WKN KSAG88) wartet man geduldig auf ein höheres Übernahmeangebot aus Kanada.

Dabei kann sich K+S das Warten leisten. Schließlich hat das Unternehmen die zwischenzeitlichen Turbulenzen am Kalidüngemittelmarkt relativ gut überstanden. Auslöser war das überraschende Ende des Kartells BPC im Sommer 2013. Doch zuletzt konnte der DAX-Konzern nicht nur von Einsparungen, sondern auch von vorteilhaften Wechselkursen, einer Erholung am Kalidüngemittemarkt, einem guten Salzgeschäft in Nordamerika und günstigeren Rohstoffpreisen profitieren. Darüber hinaus sichert man sich gerade mithilfe des Legacy-Projekts in Kanada zukünftige Produktionsstätten. Trotzdem konzentrieren sich Investoren derzeit auf die Übernahme-Story.

Nach einem starken Jahresauftakt konnte die K+S-Aktie im Frühjahr nur wenig überzeugen. Doch mit einem fulminanten Schlussspurt katapultierte sich der Wert zum DAX-Top-Performer im ersten Halbjahr 2015. Zwischen Januar und Juni legte das Papier knapp 65 Prozent an Wert zu. Der Grund für den jüngsten Kursschub ist inzwischen hinlänglich bekannt und auch kontrovers diskutiert worden. Dabei hat der weltgrößte Düngemittelhersteller Potash Corporation of Saskatchewan sein Interesse bekundet, K+S zu übernehmen. Allerdings hat das DAX-Unternehmen bereits ein erstes Angebot in Höhe von 41,00 Euro je Aktie abgelehnt, womit K+S mit etwa 7,8 Mrd. Euro bewertet worden wäre.

Aus Sicht unserer DZ BANK Analysten ist die ablehnende Haltung des K+S-Managements gegenüber dem ersten Potash-Angebot jedoch kein Beinbruch. Immerhin ist man bei K+S überzeugt, dass der angebotene Preis von 41,00 Euro zu niedrig sei und den fundamentalen Wert von K+S nicht adäquat widerspiegeln würde. Um das zu verdeutlichen werden zum Beispiel die Wertsteigerungen aus dem Legacy-Projekt, den laufenden strategischen Initiativen in den Bereichen Kali- und Salz (z.B. “Salt 2020”) und dem Effizienzprogramm “Fit für die Zukunft” angeführt. Insgesamt erwartet K+S, dass das EBITDA der Gruppe bis auf ca. 1,6 Mrd. Euro im Jahre 2020 ansteigen wird. Zudem sei der Vorschlag nicht im Interesse aller Interessengruppen, insbesondere im Hinblick auf die Beschäftigten von K+S.

Während das K+S-Management also sehr deutlich zum Ausdruck gebracht hat, warum man sich einen höheren Preis vorstellt, dürfte Potash laut Einschätzung unserer DZ BANK Analysten noch einmal nachlegen und nicht sofort das Handtuch werfen. Auf Analystenseite glaubt man, dass sich der (deutsche) CEO des kanadischen Unternehmens intensiv mit K+S beschäftigt hat und die industrielle Logik der Transaktion dafür sprechen würde, dass die Wahrscheinlichkeit für ein verbessertes Angebot hoch sei. Daher wurde die positive Haltung zur Aktie beibehalten, während das „Kaufen“-Rating und das Kursziel von 45,00 Euro bestätigt wurden.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants; Hinweis: Aussagen zu früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen von Finanzinstrumenten, Finanzindizes oder Wertpapierdienstleistungen stellen keinen verlässlichen Indikator für künftige Wertentwicklungen dar. Eine Gewähr für den künftigen Kurs, Wert oder Ertrag eines in diesem Dokument genannten Finanzinstruments, Finanzindex oder einer Wertpapierdienstleistung kann daher nicht übernommen werden.

Mit Blick auf die aktuelle Geschäftsentwicklung und die fundamentale Analyse des Unternehmens K+S, könnte sich zum Beispiel ein Discountzertifikat der DZ BANK (WKN: DG4H0P) auf die Aktie des DAX-Konzerns anbieten. Der Rabatt des Zertifikats im Vergleich zum aktuellen Aktienkurs (36,87 Euro) dient als Sicherheitspuffer. Für diesen Abschlag (Discount) von aktuell rund 3 Prozent ist der Auszahlungsbetrag auf den Höchstbetrag (Cap) von 41,00 Euro begrenzt. Notiert die K+S-Aktie am 18.12.2015 (Bewertungstag) auf oder über dem Cap, kommt es zu der maximalen Auszahlung des Discountzertifikats von 41,00 Euro. In diesem Fall hat das Discountzertifikat bei einem aktuellen Kaufkurs von 35,60 Euro seine maximale Rendite von rund 15 Prozent erreicht. Eine Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung der Aktie über den Cap hinaus erfolgt nicht. Notiert die K+S-Aktie am Bewertungstag unter dem Cap, erhält der Anleger eine Rückzahlung in Euro in Höhe des Aktienkurses. Fällt die K+S-Aktie am Laufzeitende unter den aktuellen Kaufpreis des Discountzertifikats von 35,60 Euro erleidet der Anleger einen Verlust. Sollte die K+S-Aktie auch am Laufzeitende auf dem aktuellen Kursniveau von 36,87 Euro notieren, läge die Seitwärtsrendite des Zertifikats bei knapp 4 Prozent.

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Stand 08.07.2015/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, DZ BANK
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Bildquelle: Pressebild K+S


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