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Die Griechenland-Krise und ihre Folgen für DAX und EUR/USD

Jetzt soll das griechische Volk also selbst über das Reformpaket der internationalen Geldgeber und damit letztlich über den Verbleib Griechenlands im Euro-Raum entscheiden. In den DAX-Kursen und am Devisenmarkt wurde nun deutlich, was die Finanzmärkte von einem möglichen „Grexit“ halten.

Trotz der Tragweite der Entscheidung, die das griechische Volk treffen muss und der Zuspitzung des Schuldenstreits, blieben die Finanzmärkte zuletzt relativ ruhig. Allerdings sollten sich Investoren angesichts dieser relativen Ruhe nicht allzu sicher fühlen und erst einmal den Ausgang des griechischen Dramas abwarten, bevor sie Entscheidungen bezüglich ihrer Investments treffen. Auch wenn der Kursverlauf an den Aktienmärkten und die geringen Auswirkungen der Griechenland-Problematik auf den EUR/USD-Kurs signalisieren, dass die Marktteilnehmer nicht an die ganz großen Ansteckungsgefahren glauben, hat es sich in der Vergangenheit gezeigt, dass sich solche Ansteckungen auch über einen langen Zeitraum vollziehen können.

Laut Einschätzung unserer DZ BANK Analysten würde ein möglicher „Grexit“ die Märkte stressen. Jedoch würden die damit verbundenen finanziellen Risiken maßgeblich bei den Staaten und dem Vertrauen in die Währung Euro liegen. Der Aktienmarkt hingegen verbrieft das private Kapital von Unternehmen und Investoren und sollte aus Analystensicht einen möglichen Austritt Griechenlands relativ zügig verdauen können, auch weil die deutschen Unternehmen dort keine nennenswerten Umsätze generieren.

Angesichts der Unsicherheiten rund um Griechenland und der möglichen kurzfristigen Verwerfungen, für die ein „Grexit“ sorgen kann, dürfte der Zeitpunkt für einen Kauf von Aktien wahrscheinlich verfrüht sein. Sobald sich die Gemengelage aufklärt, sehen unsere DZ BANK Analysten jedoch gute Chancen für Aktienkäufe. Sie halten insbesondere taktische Käufe im Bereich der 200-Tage-Linie bei knapp 10.600 Punkten für interessant. Immerhin bleibt das große Bild für Dividendenpapiere unabhängig von Griechenland unverändert bestehen: niedrige Zinsen und ein stabiles Weltwirtschaftswachstum seien geeignet, die Kurse für Aktien weiter anzutreiben.

In Bezug auf den Eurokurs sind bei einem „Grexit“ kurzfristig ebenfalls hohe Belastungen für die europäische Gemeinschaftswährung zu erwarten. Gleichzeitig tut dem EUR/USD-Kurs ein „weiter so“ mit dem pleite bedrohten Griechenland mittelfristig auch nicht gut. In der Zukunft dürften neue Verhandlungen zu den griechischen Schulden den Euro nach unten drücken, während die US-Notenbank Fed gleichzeitig die Zinsen anheben und so für eine weitere Aufwertung des US-Dollar sorgen dürfte. Aus diesem Grund bleiben die Aussichten für den Euro unabhängig vom Ausgang des griechischen Schuldendramas auf absehbare Zeit negativ. Eine andere Frage dürfte es sein, ob sich am Ende tatsächlich die vielfach herbeigeredete Parität einstellen wird. Trotz der erwarteten Euro-Schwäche sollte es laut Einschätzung unserer DZ BANK Analysten ganz so weit dann doch nicht kommen. Sie sehen den EUR/USD-Kurs in den kommenden sechs Monaten bei 1,04 US-Dollar.

Angesichts der aktuellen Lage an den weltweiten Devisenmärkten könnte sich ein Discount-Optionsschein „short“ der DZ BANK (WKN DG4HQ8) auf das Währungspaar EUR/USD anbieten. Auf diese Weise profitieren Anleger von einem schwächeren Euro, sind aber auch bis zu einem gewissen Grad gegen eine stärker werdende europäische Gemeinschaftswährung abgesichert. Der Strike dieses Discount-Optionsscheins, der am 20.01.2016 fällig wird (Fälligkeitstag), liegt bei 1,20 US-Dollar, während das Papier mit einem Cap von 1,15 US-Dollar und einem Bezugsverhältnis von 100,00 (100:1) ausgestattet ist. Liegt der EUR/USD-Kurs am 13.01.2016 (Bewertungstag) auf oder unter dem Cap, kommt es zu der maximalen Auszahlung des Discount Call-Optionsscheines von 5 US-Dollar (die dann mit einem Wechselkurs von EUR/ USD 1,15 umgerechnet etwa 4,35 Euro sind). In diesem Fall hat der Discount Optionsschein bei einem aktuellen Kaufkurs von 3,57 Euro eine Rendite von knapp 21 Prozent erreicht.
Selbst wenn der EUR/USD-Kurs bis zum Laufzeitende auf 1,15 US-Dollar steigen sollte (aktuell 1,1070 US-Dollar), würde der Käufer des Discount-Optionsscheins bei einem aktuellen Kaufkurs von 3,57 Euro daher einen Gewinn verbuchen. Liegt der EUR/USD-Kurs am Bewertungstag auf dem heutigen Niveau von 1,1070 US-Dollar, steht der Discount Optionsschein bei umgerechnet etwa 4,51 Euro. Dies entspräche einer Rendite von knapp 26 Prozent. Liegt der EUR/USD-Kurs am Bewertungstag oberhalb des Strikes von 1,20 US-Dollar, kommt es zu einem Totalausfall des eingesetzten Kapitals. Andernfalls beträgt die Rückzahlung, sofern der EUR/USD-Kurs zwischen Cap (1,15 US-Dollar) und Strike (1,20 US-Dollar) liegt: (Strike in US-Dollar– Wechselkurs EUR/USD)/ Wechselkurs EUR/USD *100,00.
Ein Beispiel: Bei einem EUR/USD-Kurs am Bewertungstag von 1,16 US-Dollar beträgt die Rückzahlung je Discount-Optionsschein 3,45 Euro.

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Stand 01.07.2015/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, DZ BANK
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Bildquelle: Pressefoto Europäische Zentralbank


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