Griechische Cleverness und der DAX

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Der mächtige Staatenbund der „Euroländer“ auf der einen Seite und eines seiner kleinsten Mitglieder Griechenland auf der anderen: David gegen Goliath. Die „Schlitzohrigkeit“ mit der die griechische Regierung mit den übrigen Eurolandregierungen verhandelt, ist kaum zu überbieten. Die Regierungen Eurolands lassen sich wegen ihrer politischen Verstrickungen erpressen.

Politischer Irrwitz

Die Verhandlungen werden zur Groteske: Eurolands Führung droht Griechenland mit Ausschluss aus dem Währungsverbund. Die griechische Regierung kontert mit einer Volksabstimmung (demokratischer geht es kaum), und wegen der zu erwartenden Ablehnung des Euro durch das griechische Volk (das von der dann eigenen Währung durch Abwertung etc. profitieren würde) werden Regierung und nicht zuletzt die Börsen nervös, zu Unrecht!

Das Bruttoinlandsprodukt Griechenlands macht nur ca. zwei Prozent dessen von Euroland aus. Die Schulden Griechenlands lasten fast komplett auf den Schultern der Eurostaaten. Banken Versicherungen und Private sind durch die vergangenen Schuldenschnitte kaum noch investiert. Was soll also das Ganze: Kurzum beweist dieses Gezerre erneut, dass Euroland keine wirtschaftliche sondern eine politische Union ist, die mehr der NATO und anderen dient als der Wirtschaft der Mitgliedsstaaten.

Grafik: DAX in Point & Figure (P&F) Quelle: MarketMaker und eigene Markierungen
Grafik: DAX in Point & Figure (P&F)
Quelle: MarketMaker und eigene Markierungen

Noch schnell zum DAX: Das Bild hat sich seit der Analyse hier am 09.06. kaum geändert. Zwischenzeitlich ging es sogar wieder höher (letzte X-Säule). Solange die 10.684 (Linie 3) nicht unterschritten werden, ist alles gut!

Ein Beitrag von Winfried Kronenberg

Bildquelle: dieboersenblogger.de


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