Vienna Insurance Group (VIG): Niedrige Zinsen belasten

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Bildquelle: © Vienna Insurance Group / Robert Newald

Der 29. Mai ging in die Börsengeschichte ein: An diesem Tag wurden an der Wiener Börse sage und schreibe 74 Millionen Aktien von Vienna Insurance Group (VIG) (WKN A0ET17) gehandelt – etwas mehr als sieben Prozent des Grundkapitals. Allein in der Schlussauktion gingen knapp 69 Millionen Stück um. Dabei ermäßigten sich die VIG-Papiere um 1,56 Prozent auf 34,61 Euro.

Der Rekordumsatz ging mit einer Änderung im MSCI Austria einher: Statt sieben wird der Index nur noch fünf Mitglieder enthalten: Erste Group Bank (WKN 909943), OMV (WKN 874341), Voestalpine (WKN 897200), Andritz (WKN 632305) und Raiffeisen Bank International (WKN A0D9SU) bleiben. Immofinanz (WKN 911064) und VIG sind dagegen nicht mehr dabei.

Auch die einige Tage zuvor präsentierten Quartalszahlen führten an der Börse nicht gerade zu Jubelarien. Vor Steuern schrumpfte das Ergebnis der Gesellschaft um gut 15 Prozent auf 131 Mio. Euro. Analysten hatten hingegen durchschnittlich mit 137 Mio. Euro gerechnet. Doch Unwetterschäden und vor allem die historisch niedrigen Zinsen schmälerten den Gewinn des größten österreichischen Versicherungskonzerns.

Dadurch verdiente VIG zum einen weniger bei der Neuanlage der Kundengelder. Zum anderen musste das Unternehmen höhere Rückstellungen für künftige Pensionsansprüche und Abfertigungen der Mitarbeiter in Österreich bilden. Eine konkrete Prognose für das laufende Jahr blieb VIG schuldig. Dennoch haben die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) ihre Empfehlung für die Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ angehoben. Das Kursziel wurde zwar leicht von 40,00 Euro auf 39,00 Euro gesenkt. Doch impliziert das noch immer ein Kurspotenzial von 22,6 Prozent.

Im April kam es bei der VIG-Aktie zu einem plötzlichen Richtungswechsel. Sogar die wichtige Unterstützung bei 34 Euro wurde gebrochen.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Sollte die Aktie in Richtung des Kursziels der Analysten klettern, können Anleger mit einem Mini Future Bull-Zertifikat (ISIN DE000HV71Q93) von UniCredit onemarkets überproportional profitieren. Denn das Papier setzt Kursgewinne der VIG-Aktie mit einem Hebel von aktuell 4,8 um. Ein Anstieg der Aktie auf 39 Euro würde bei dem Mini Future zu einem Zuwachs von gut 108 Prozent führen. Der Abstand zum Knock-Out von 27,01 Euro liegt bei 15,1 Prozent.

Umgekehrt können spekulative Anleger mit einem Mini Future Bear-Zertifikat (ISIN DE000HV9LXE7) auf eine Fortsetzung des Abwärtstrends setzen. Bei diesem Papier liegt der Hebel bei 2,6 und der Puffer bei 29,4 Prozent.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von ZERTIFIKATE // AUSTRIA und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: © Vienna Insurance Group / Robert Newald


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