ams: Apple-Schock als Chance

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Bildquelle: Pressefoto Apple

Ein Bericht in der Schweizer Wirtschaftszeitung Finanz und Wirtschaft hat der ams-Aktie (WKN A118Z8) in der vergangenen Woche kräftig zugesetzt. In dem Artikel geht es darum, dass der Konzern in der nächsten Generation von Apple-Produkten (iPhone, Apple Watch) (WKN 865985) mit seinem NFC-Antennenverstärker nicht mehr Berücksichtigung findet. NFC (Near Field Communication) ist der Übertragungsstandard, der beispielsweise für mobiles Zahlen verwendet wird.

Der Zeitungsartikel wurde seitens der Firma weder bestätigt noch dementiert. Allerdings nahm ams in einer Pressemitteilung zu den Spekulationen Stellung. Demnach sieht sich das Unternehmen weiterhin im NFC-Bereich gut positioniert und betrachtet diesen unverändert als Wachstumstreiber. Dennoch überwog an der Börse die Angst, dass ams damit einen ihrer Hoffnungsträger der kommenden Jahre verliert und schickte die Aktie auf Talfahrt: In der Spitze ging es mit dem Titel um rund 30 Prozent nach unten.

Die ams-Aktie hat in den vergangenen Jahren einen beeindruckenden Aufwärtstrend hingelegt, ehe es Anfang Mai zu einem scharfen Einbruch kam. Kurzfristig sind Gegenbewegungen möglich.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

„Wir sehen die Lage deutlich entspannter, da wir davon ausgehen, dass ams im Ausblick nach dem Ergebnis zum ersten Quartal 2015 davon bereits gewusst haben muss und dies daher bereits im Ausblick berücksichtigt hat – sofern das Gerücht überhaupt stimmt“, so die Analysten der Erste Group Bank. Demnach erwartet ams sowohl für 2015 als auch für 2016 und die darauffolgenden Jahre weiteres Wachstum. Zudem ist der Antennenverstärker nicht die einzige NFC-Lösung im Portfolio des Unternehmens. „Wir haben unsere Empfehlung für die Aktie aufgrund des massiven Kursrücksetzers auf „Kaufen“ angehoben und unser Kursziel von 57,50 Schweizer Franken bestätigt. Die aktuelle Situation sehen wir als guten Einstiegszeitpunkt, um mittelfristig von der guten Marktpositionierung von ams zu profitieren.“ Sollte die Aktie sich wieder erholen und das Kursziel der Analysten erreichen, bietet ein Turbo Long-Zertifikat (ISIN DE000SG83119) von Société Générale hohe Chancen

Fazit: Nachdem bis vor wenigen Tagen keine Hebelprodukte auf die ams-Aktie verfügbar waren, haben nun erstmals BNP Paribas, Commerzbank, HSBC und Société Générale Turbo-Zertifikate und Optionsscheine auf den Titel gebracht: Beispielsweise bildet ein Turbo von Société Générale Kursbewegungen der ams-Aktie mit einem Hebel von 3,6 ab. Ein Kursanstieg des Papiers von fünf Prozent würde bei dem Turbo in einen Gewinn von 18 Prozent münden. Die Knock-Out-Schwelle, bei der das Zertifikat ausgestoppt wird, liegt bei 37 Schweizer Franken. Diese Marke ist rund 14,1 Prozent vom aktuellen Kurs entfernt. So tief notierte der Wert seit Februar nicht mehr. Falls die ams-Aktie während der Laufzeit zu irgendeinem Zeitpunkt die Knock-Out-Schwelle berührt oder unterschreitet, wird das Wertpapier vorzeitig fällig und zum Restwert zurückgezahlt.

Ein Beitrag von Christian Scheid. Er ist Chefredakteur von ZERTIFIKATE // AUSTRIA und freier Wirtschafts- und Finanzjournalist. Er schreibt für mehrere österreichische und deutsche Fachmagazine und -zeitungen. Sein Gratis-Newsletter ZERTIFIKATE // AUSTRIA ist mehr als lesenswert. Hier geht es zur Anmeldung.

Bildquelle: Pressefoto Apple


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