Before the Bell: US-Börsen geschlossen, DAX wegen Dubai im Keller

0

Tja so kanns gehen. Da passiert etwas wirklich wichtiges und die US-Börsen haben wegen Thanksgiving geschlossen. Aber zur Sache: Die staatliche Investmentgesellschaft Dubai World will einen Aufschub für die Rückzahlung ihrer Kredite im hohen zweistelligen Milliardenbereich. Ob das Märchen-Emirat Dubai wirklich vor dem Staatsbankrott steht, wie man beim Börsennotizbuch lesen kann, oder ob es doch nur nahe am Abgrund steht, werden die nächsten Tage zeigen. Denn das einstige Vorzeigeland auf der arabischen Halbinsel bangt um das Vertrauen der Welt und erschüttert damit zugleich die Märkte. So ist es kein Wunder, dass der DAX derzeit 1,8 Prozent verliert und unter die 5.700er Marke gerutscht ist.

Dubai ist überall

Dass es im Herbst ausgerechnet Dubai trifft, ist reiner Zufall. Es hätte auch irgendein anderes, hochverschuldetes Land sein können. Wohlgemerkt, es sind in der Mehrheit immer Dollar-Schulden, die hier zur Disposition stehen. Der Dollar wird also weiter unter Beschuß geraten. Von den Anleihemärkten jetzt mal garnicht zu reden. Hier folgt Herabstufung auf Herabstufung.

Um zur Überschrift zurückzukehren. Dubai ist weit weg. Aber gestern konnte man beim Spekulantenblog einen interessanten Beitrag zu den finanziellen Problemen in Griechenland lesen. Auch hier droht noch Ungemach – und das vor unserer Haustür und noch dazu im Euroraum! Andere Kandidationen sind Irland, Island, sowie natürlich jede Menge Staaten Osteuropas.

Rekordpreise beim Gold

Über die aktuelle Entwicklung beim Goldpreis war ja schon im aktuellen Schlussgong einiges zu lesen. Heute kam dazu passend eine interessante Mitteilung bei pressetext, wonach die staatliche Münzprägeanstalt der USA den Verkauf von Goldmünzen vorübergehend eingestellt hat. Dabei wird aus einem Memo der US Mint an die autorisierten Händler zitiert, demzufolge die Lagerbestände des American Eagle aufgebraucht sind. Unabhängig wie man zum Gold steht, sollte man den Ratschlag von Morrien beherzigen:

Ein Notgroschen in Form von Goldmünzen und Goldbarren kann unabhängig von Preisschwankungen als eine Art Lebensversicherung betrachtet werden.

Thanksgiving: Black Friday wird mit Spannung erwartet

Werfen wir trotz dem US-Feiertag – Thanksgiving – einen Blick über den Teich. Hier wird morgen nämlich das „Holiday Shopping“ in Form des „Black Friday“ eröffnet. Noch auf deutsch: Die Amerikaner beginnen am Freitag mit dem Weihnachtsgeschäft und der Handel kann am sogenannten Black Friday bereits einen bedeutenden Teil des Weihnachtsumsatz erzielen, da traditionell der Tag nach Thanksgiving bei vielen ein Urlaubstag ist. Im Lauf des Freitags darf man also die ersten Kommentare zum 2009er Weihnachtsgeschäft erwarten und die werden angesichts der wirtschaftlichen Lage nicht besonders gut ausfallen. Der US-Verbraucher ist eben doch noch etwas pessimistischer, als hierzulande.


HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here