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EUR/USD: Verzwickte Lage!

Trotz Griechenland-Krise und der Aussicht auf steigende Zinsen in den USA war zuletzt beim Währungspaar EUR/USD kaum noch die Rede von Parität. Allerdings heißt das nicht, dass der Euro im weiteren Jahresverlauf nicht unter Druck geraten wird.

Aktuell wird die Nachrichtenlage an den Finanzmärkten vom griechischen Schuldenstreit bestimmt. Während die Börsen regelmäßig auf Meldungen bezüglich der Fortschritte in den Verhandlungen der griechischen Regierung mit den internationalen Geldgebern stark reagieren, zeigte sich ausgerechnet der Euro von den Diskussionen um Griechenlands Zahlungsfähigkeit relativ unberührt. Dabei würde ein „Grexit“, ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone, den gesamten Währungsraum treffen und den Euro kurzfristig stark belasten. Schließlich wäre damit die angenommene Unumkehrbarkeit einer Mitgliedschaft in diesem Club widerlegt, was wiederum unbekannte Folgen für alle anderen Mitglieder hätte.

Zuletzt hat sich die Euro-Stimmung trotz zwischenzeitlicher Schwankungen beim EUR/USD-Kurs insgesamt sogar etwas aufgehellt. Dies zeigen die jüngsten Daten der CME – Chicago Mercantile Exchange (US-Terminbörse) zur spekulativen Marktpositionierung. Der Euro-Short-Überhang ist in der aktuellen Berichtswoche um 48.617 auf 89.357 Kontrakte, den niedrigsten Stand seit Juli 2014, zurückgegangen. Trotz der deutlichen Stimmungsaufhellung überwiegen jedoch immer noch die Short-Engagements. Einen Rekord-Pessimismus konnte man wiederum im April 2015 (226.560 Kontrakte) beobachten.

Wie verzwickt die Lage am Devisenmarkt ist, zeigte sich Mitte dieser Woche, als der Eurokurs just in dem Moment nachgab, als eine Griechenland-Rettung wahrscheinlicher wurde. Daran zeigt sich, dass der EUR/USD-Kurs von anderen Faktoren mitbestimmt wird. Zu diesen Faktoren zählt insbesondere die Geldpolitik der US-Notenbank Fed. Wie allgemein erwartet, ließ der geldpolitische Ausschuss der Fed den Leitzins bei der jüngsten Sitzung unverändert bei 0,00 bis 0,25 Prozent. Allerdings spricht immer mehr dafür, dass die Fed noch in 2015 erstmals seit Juni 2006 die Zinsen anheben wird. Dazu müssten sich die Konjunktur wie erwartet weiter verbessern und die maßgeblichen Inflationsraten in Richtung 2 Prozent steigen.

Aufgrund der erwarteten Zinswende in den USA sollte die US-Währung gegenüber dem Euro stärker werden. Unsere DZ BANK Analysten gehen in ihren Prognosen davon aus, dass der EUR/USD-Kurs in den kommenden sechs Monaten auf 1,04 US-Dollar zurückgehen sollte. Diese Einschätzung deckt sich in etwa mit den Konsenserwartungen (1,05 US-Dollar). Einen weiteren Belastungsfaktor für den Euro dürfte die Griechenland-Krise darstellen. Selbst mit einer Einigung im Schuldenstreit sind die Probleme des pleitebedrohten Landes nicht gelöst. Kurzzeitig könnte eine Einigung dem Euro Auftrieb geben. Eher früher als später würde die Krise jedoch wieder an den aktuellen Punkt zurückkehren. Und dann hieße es wieder: Grexit, Zahlungsausfall oder erneut Zeit kaufen, mit den bekannten Folgen für den Wechselkurs der Gemeinschaftswährung.

Angesichts der aktuellen Lage an den weltweiten Devisenmärkten könnte sich ein Discount-Optionsschein „short“ der DZ BANK (WKN DG4HQ8) auf das Währungspaar EUR/USD anbieten. Auf diese Weise profitieren Anleger von einem schwächeren Euro, sind aber auch bis zu einem gewissen Grad gegen eine stärker werdende europäische Gemeinschaftswährung abgesichert. Der Strike dieses Discount-Optionsscheins, der am 20.01.2016 fällig wird (Fälligkeitstag), liegt bei 1,20 US-Dollar, während das Papier mit einem Cap von 1,15 US-Dollar und einem Bezugsverhältnis von 100,00 (100:1) ausgestattet ist. Liegt der EUR/USD-Kurs am 13.01.2016 (Bewertungstag) auf oder unter dem Cap, kommt es zu der maximalen Auszahlung des Discount Call-Optionsscheines von 5 US-Dollar (die dann mit einem Wechselkurs von EUR/ USD 1,15 umgerechnet etwa 4,35 Euro sind). In diesem Fall hat der Discount Optionsschein bei einem aktuellen Kaufkurs von 3,23 Euro eine Rendite von knapp 35 Prozent erreicht.
Selbst wenn der EUR/USD-Kurs bis zum Laufzeitende auf 1,15 US-Dollar steigen sollte (aktuell 1,1224 US-Dollar), würde der Käufer des Discount-Optionsscheins bei einem aktuellen Kaufkurs von 3,23 Euro daher einen Gewinn verbuchen. Liegt der EUR/USD-Kurs am Bewertungstag auf dem heutigen Niveau von 1,1224 US-Dollar, steht der Discount Optionsschein bei umgerechnet etwa 4,45 Euro. Dies entspräche einer Rendite von knapp 38 Prozent. Liegt der EUR/USD-Kurs am Bewertungstag oberhalb des Strikes von 1,20 US-Dollar, kommt es zu einem Totalausfall des eingesetzten Kapitals. Andernfalls beträgt die Rückzahlung, sofern der EUR/USD-Kurs zwischen Cap (1,15 US-Dollar) und Strike (1,20 US-Dollar) liegt: (Strike in US-Dollar– Wechselkurs EUR/USD)/ Wechselkurs EUR/USD *100,00.
Ein Beispiel: Bei einem EUR/USD-Kurs am Bewertungstag von 1,16 US-Dollar beträgt die Rückzahlung je Discount-Optionsschein 3,45 Euro.

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung.

Stand 24.06.2015/ Ein Gastkommentar von Stefano Angioni, DZ BANK
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Bildquelle: dieboersenblogger.de


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