Daimler, BMW & Volkswagen: Sieg für die Schwaben

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Bildquelle: Pressefoto Daimler

Am Mittwoch sind die Autowerte Daimler (WKN 710000), BMW (WKN 519000) und Volkswagen (WKN 766403) die größten DAX-Verlierer. Nachdem sich zuletzt eine schwächere Dynamik bei der Erholung des europäischen Automarktes gezeigt hatte, sehen die Analysten bei Goldman Sachs nun vor allem in China dunklere Wolken aufziehen. Daher haben sie ihre Erwartungen an nahezu die gesamte europäische Auto- und Zuliefererbranche gesenkt. Relativ gut kommt jedoch Daimler davon.

Zwar haben die Goldmänner das Kursziel für die Daimler-Aktie leicht um 5,00 Euro auf 107,00 Euro gesenkt, allerdings bleiben die Papiere der Schwaben auf der berühmten „Conviction Buy“-Liste. Als Pluspunkte werden die Erholung am europäischen Lkw-Markt und die Modelloffensive bei Mercedes-Benz angeführt. Für BMW und VW reicht es dagegen nur zu „Sell“-Ratings. Neben schwächerer Aussichten für den chinesischen Automarkt wird im Fall von BMW wiederum auch ein schwacher Produktzyklus kritisiert. Darüber hinaus geht man bei VW auf Analystenseite davon aus, dass die Wolfsburger ihre Profitabilitätsprobleme aufgrund einer Änderung der Konzernstruktur noch nicht entschlossen genug angehen könnten.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Nach einer langen Kursrallye haben alle drei DAX-Autowerte zuletzt Federn lassen müssen. Damit sieht die Bewertung wieder ein Stück attraktiver aus. Auch sonst sollte man weder BMW noch VW abschreiben, während die Daimler-Aktie derzeit das größte Potenzial mitbringen sollte und zuletzt auch die beste Performance abgeliefert hat. Anleger, die gehebelt auf steigende Kurse der Daimler-Aktie setzen möchten, könnten das Produkt mit der WKN DG2TWV ins Auge fassen. Im Fall von BMW würde sich eventuell das Produkt mit der WKN DG3MFH anbieten, während das Hebelprodukt mit der WKN DG2MCM etwas für VW-Bullen sein könnte.

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Bildquelle: Pressefoto Daimler


1 KOMMENTAR

  1. […] Eine weitere Woche stand am Markt das Thema Griechenland ganz oben auf der Agenda. Angesichts dieser von Tag zu Tag sich ändernden Nachrichtenlage sollten Anleger einen Schritt zurückgetreten und das große Bild sich ansehen. Dort entdeckt man Bereiche, die entscheidender als Griechenland sind. Beispielsweise die Zinspolitik der EZB. Laut aktuellem Citi-Investmentbarometer hat sich die Anzahl der befragten Finanzmarktteilnehmer im zweiten Quartal 2015 überraschend deutlich erhöht, die mit einer baldigen Zinswende in der Eurozone rechnen. 20,9 Prozent gehen bereits in den kommenden drei Monaten von einem steigenden 3-Monats-Euribor aus. (Q1 2015: 4,7 Prozent). Ähnlich ist die Sichtweise auf zwölf Monate. Hier gehen sogar 40,3 Prozent von einem steigenden Zins aus (Q1 2015: 13,8 Prozent). Ebenfalls spannend sind die Ansichten zum Aktienmarkt. Diesem trauen nicht mehr viel zu: Immerhin sagen 22,1 Prozent fallende und 52,4 Prozent stagnierende Aktienkurse für die kommenden drei Monate voraus. Im Vorquartal waren die Investorenerwartungen im Hinblick auf den Aktienmarkt deutlich positiver. Lediglich 19,3 Prozent erwarteten sinkende Kurse und nur 27,6 Prozent eine Seitwärtsbewegung. Das Gesamt-Sentiment, welches die Einschätzungen von Aktien, Zinssatz, Öl und Gold aggregiert liegt im zweiten Quartal bei +28 Punkten und somit höher als im ersten Quartal (+18 Punkte). Bei den Einzelwerten steht besonders K+S (WKN KSAG88) im Blick. Auslöser für einen Kurssprung um fast ein Drittel sind Berichte, wonach der kanadische Wettbewerber Potash (WKN 878149) ein Übernahmeangebot vorbereitet. Das eröffnet viele Fragen, vor allem auch nach dem DAX-Nachfolger, sollte K+S in Potash aufgehen. Bei Daimler (WKN 710000) sorgt wiederum das China-Geschäft für Gesprächsstoff. Allerdings stehen die Schwaben im Gegensatz zur Branche gut da. Am Markt kommt das an. […]

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