Die Fed und der Leitzins: Die Spekulationen bleiben dem Markt erhalten

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Bildquelle: Dirk Eusterbook

Nun wissen wir es. Seit Mittwoch zumindest sind wir wieder ein bisschen schlauer. Wie an der Wall Street erwartet, sieht die US-Notenbank im Juni von einer Zinsanhebung ab. Dass für dieses Jahr angepeilte Wirtschaftswachstum wird wegen des schwachen ersten Quartals auf 1,9 Prozent geschätzt. Die Wachstumsziele für 2016 und 2017 werden allerdings leicht angehoben. Es wird zudem betont, dass die Wirtschaft nach der Winterflaute moderat expandiert. Soweit die Kernaussage.

Setzt sich die Erholung am Arbeitsmarkt fort – und man ist zuversichtlich, dass die Inflationsrate mittelfristig die angepeilte 2 Prozent-Marke erreichen wird – dürften die Zinsen angehoben werden. Die Arbeitslosenrate soll bis Jahresende auf 5,2 bis 5,3 Prozent sinken. Es gebe zudem auch erste Zeichen von Lohnwachstum, so die Fed weiter. Wenn wir ehrlich sind – das wurde von vielen so erwartet, dieses Fed-Wording. Interessant war dann eher dieser Seiten-Kommentar:

Was Griechenlands Schuldenkrise betrifft, warnte nämlich die Notenbank-Chefin, dass eine ausbleibende Einigung für Turbulenzen am Kapitalmarkt führen könnten, die auch in die USA überschwappen könnten….

Zurück noch einmal zur amerikanischen Leitzins-Debatte: Spannend ist, dass lediglich zwei von siebzehn Notenbank-Mitgliedern erst in 2016 die Zinsen anheben wollen. Zehn wollen die Zinsen vor Jahresende mindestens zwei Zinsanhebungen umsetzen. Fünfzehn Mitglieder wollen mindestens einmal die Zinsen anheben. Kurz um, die Spekulationen um die Fed-Zinserhöhung wird auch nach dieser Woche weitergehen. Das Thema bleibt also dem Markt erhalten. Das gilt wohl auch für das Griechen-Drama, welches uns in der nächsten Woche einmal mehr in Atem halten wird…

In diesem Sinne, Ihnen allen ein erholsames Wochenende!
Aus New York, von der Wall Street,
Ihr Markus Koch

MarkusKochEin Beitrag von Markus Koch.

Er ist das Gesicht der Wall Street. 1996 berichtete Markus Koch erstmals fürs Fernsehen von der New Yorker Aktienbörse. Seitdem steigt seine Bekanntheit und Beliebtheit stetig. Sein Themenspektrum umfasst weit mehr als nur die Wall Street und Börse. Auch die übergeordneten Themen aus internationaler Wirtschaft und Politik bezieht er in seine Beiträge ein. Auf www.markuskoch.de erleben Sie mit Markus Koch die Welt der Börse und Finanzen. Erfahren Sie, was die Märkte bewegt, wo die Hintergründe liegen und wie Sie davon profitieren können.

Bildquelle: Dirk Eusterbrock, Markus Koch


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