Bilfinger: Keine Spur von einer Talsohle

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Bildquelle: Pressefoto Bilfinger SE

In einem schwachen Gesamtmarktumfeld schafft es Bilfinger (WKN 590900) am Donnerstag noch einen draufzusetzen. Die im MDAX gelistete Aktie des Bau- und Dienstleistungskonzerns rutscht um mehr als 10 Prozent in die Tiefe. Dabei mussten die Mannheimer erneut eine Gewinnwarnung aussprechen. Und trotzdem dürfte es noch etwas dauern, bis die Talsohle tatsächlich erreicht ist.

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres rechnet man bei Bilfinger mit einem deutlichen Konzernverlust. Schuld soll insbesondere ein für die Sparte Power erwarteter operativer Verlust von 100 Mio. Euro sein. Hinzu kommen außerplanmäßige Abschreibungen und Kosten schon begonnener Restrukturierungen. Da es jedoch nicht das erste Mal ist, dass Bilfinger für negative Schlagzeilen sorgt, hat der neue Chef Per Utnegaard nun die Faxen dicke. Die Kraftwerkssparte mit rund 11.000 Mitarbeitern soll verkauft werden.

Auch wenn sich ein solch klarer Schnitt erst einmal gut anhört, glaubt man bei den Analysten bei der UBS, dass Bilfinger selbst nach Verkauf der Problemsparte Nummer eins vor großen Herausforderungen stehen werde. Zwar wurden das Kursziel für die Bilfinger-Aktie von 41,00 Euro und das „Neutral“-Rating erst einmal bestätigt, allerdings will man auf Analystenseite die Schätzungen und das Kursziel überarbeiten. Bei der DZ Bank blieb es wiederum erst einmal bei der „Verkaufen“-Einschätzung und dem fairen Wert von 43,00 Euro. Dabei würde der Verkauf der Kraftwerkssparte auf ein weiterhin schwaches Geschäftsumfeld und auf ernsthafte Probleme im Projektmanagement hinweisen. Zudem glauben die Analysten, dass die Belastungen durch Abschreibungen noch höher sein könnten als im Vorjahr. Gleichzeitig könnten sich die Anteilseiger wohl von der Dividende verabschieden.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Angesichts einer solchen Nachrichtenlage ist es derzeit schwer, Kaufargumente für die Bilfinger-Aktie zu finden. Bisher hat es das Unternehmen geschafft, jeden Erholungsversuch selbst zu torpedieren. Darüber hinaus sorgt ein Vorabbericht des „manager magazin“ über weitere Korruptionsfälle bei Bilfinger nicht gerade dafür, dass das Vertrauen gestärkt wird. Wer jedoch der Überzeugung ist, dass nun alle schlechten Nachrichten in der Welt sind und es nur noch besser werden kann und daher gehebelt auf steigende Kurse der Bilfinger-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DG2CUQ ins Auge fassen. Shorties könnten einen Blick auf das Hebelprodukt mit der WKN DG50HM werfen.

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Bildquelle: Pressefoto Bilfinger SE


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