Wohin mit den Zinsen?

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Bildquelle: dieboersenblogger.de

Vor zwei Wochen berichteten wir bereits über die stark steigenden langfristigen Zinsen. Am 10.06. erreichten die 10-jährigen deutschen Anleihen sogar ein Niveau von fast 1 Prozent; das ist zwar nicht wirklich viel, von dem Tief bei ca. 0,07 Prozent jedoch eine ganze Menge.

Orientierung an den US-Zinsen

Der vergleichende Blick über den „großen Teich“ lässt erkennen, dass die 30-jährigen US-Anleihen etwa in gleichem Umfang gestiegen sind, jedoch auf höherem Gesamtniveau: vom Tief bei rund 2,3 Prozent Ende Januar ging es auf ein Jahreshoch von 3,2 Prozent.

Grafik: US-Anleihen 30 J. in Point & Figure (P&F) Quelle: stockcharts.com und eigene Markierungen
Grafik: US-Anleihen 30 J. in Point & Figure (P&F)
Quelle: stockcharts.com und eigene Markierungen

Der langfristige Zinstrend ist auch in den USA zwar noch negativ; mit dem erneuten Long-Signal (vgl. Grafik, Punkte 1 und 2) nähert sich die Gegenbewegung jedoch schon sehr stark der Abwärtstrendlinie bei aktuell 3,51 (4).

Hält diese Gegenbewegung an und etabliert sich zum neuen Langfristtrend, sind Niveaus von 4,7 realistisch, was in Deutschland etwa 2 Prozent bedeuten könnte.

Der Griechenlandkonflikt wird die langfristigen Zinsen in Euroland sicher noch lange Zeit „drücken“, international steigen diese jedoch deutlich wieder an.

Ein Beitrag von Winfried Kronenberg

Bildquelle: dieboersenblogger.de


1 KOMMENTAR

  1. Da stellt sich natürlich die Frage, ob es jetzt an der Zeit ist, sich von Anleihen und Anleihen-Fonds zu trennen, da bei steigenden Zinsen ja bekanntlich die Kurse sinken? Sicherlich eine interessante Frage für die Inhaber festverzinslicher Wertpapiere, die in den vergangenen Jahren hervorragend mit Rentenpapieren verdient haben.

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