Wincor Nixdorf will es auf eigene Faust versuchen

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Bildquelle: Pressefoto Wincor Nixdorf

Das nennt man wohl eine kalte Dusche. Am Mittwoch hatten sich Anleger noch über die Übernahmespekulationen rund um den Geld- und Kassenautomatenhersteller Wincor Nixdorf (WKN A0CAYB) gefreut und der im MDAX gelisteten Aktie zu einem Höhenflug verholfen. Von dieser Euphorie ist jedoch nur noch wenig übrig geblieben, während die alten Probleme wieder in den Vordergrund treten.

Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, wonach sich Wincor bereits in Übernahmeverhandlungen mit dem US-Konkurrenten Diebold (WKN 856244) befinden würde, sah man sich auf Unternehmensseite zu einem doppelten Dementi gezwungen. Zunächst gab es eine offizielle Pressemeldung, in der es hieß, dass man das jüngste Restrukturierungsprogramm ja gerade deshalb eingeleitet hatte, um die Unabhängigkeit zu wahren. Nun bekräftigte Konzernchef Eckard Heidloff im Gespräch mit dem „Handelsblatt“, dass man im Management eine Fusion für den falschen Weg halten würde und auch kein Übernahmeangebot bekannt sei.

Quelle: Guidants Aktien-Analysen
Quelle: Guidants Aktien-Analysen

Wincor Nixdorf muss vor allem den zuletzt stockenden Wandel, weg vom schwächelnden Hardware-Geschäft mit Geldautomaten oder Kassensystemen hinzu mehr Software- und IT-Dienstleistungsangeboten schneller bewältigen. Angesichts der strukturellen Probleme des Hardware-Geschäfts haben die Analysten bei der Deutschen Bank nun das Kursziel für die Wincor-Aktie um 5,00 Euro auf 43,00 Euro nach unten gefahren. Trotz der Probleme beurteilen die Analysten das Unternehmen jedoch weiterhin positiv, weshalb das „Buy“-Rating bestätigt wurde. Wer gehebelt auf steigende Kurse der Wincor-Aktie setzen möchte, könnte das Produkt mit der WKN DZC6ML ins Auge fassen. Das Hebelprodukt mit der WKN DG46PH könnte wiederum etwas für Shorties sein.

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Bildquelle: Pressefoto Wincor Nixdorf


3 KOMMENTARE

  1. […] Bis vor kurzem wollte Wincor nichts von einer Übernahme oder sogar Verhandlungen über einen Zusamm…. Stattdessen hatte man ein Restrukturierungsprogramm aufgelegt, um die Unabhängigkeit zu wahren. Jetzt also steht ein Angebot von 52,50 Euro je Wincor-Aktie im Raum. Der Deal wäre somit rund 1,73 Mrd. Euro schwer. Gemeinsam würden Diebold und Wincor Nixdorf den Branchenführer NCR (WKN 919692) überflügeln. Allerdings ist die Übernahme noch längst nicht in trockenen Tüchern, da die Prüfung der Bücher noch läuft und das Angebot nicht bindend ist. […]

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