GESCO: Altlasten bremsen Kursanstieg – noch

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Bildquelle: Pressefoto GESCO AG

In letzter Zeit war es still um die im SDAX notierte Beteiligungsgesellschaft GESCO (WKN A1K020) geworden. Heute hat der Konzern nun die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2014/15 sowie einen deutlich reduzierten Dividendenvorschlag von 1,75 Euro je Aktie veröffentlicht. Trotz der durch Altlasten negativ beeinflussten Zahlen blickt der Konzern wieder positiv in die Zukunft. Anleger sollten dennoch vorsichtig agieren.

Bislang hatte GESCO für das laufende Geschäftsjahr 2014/15 einen Konzernumsatz zwischen 455 und 460 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Die Entwicklung der beiden Restrukturierungsfälle MAE Maschinen- und Apparatebau Götzen GmbH und Protomaster GmbH hat hier nun jedoch für eine Belastung gesorgt, so dass GESCO nun einen Konzern­umsatz von 451 Mio. Euro ausgewiesen hat. Beim Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter fällt die Belastung noch größer aus. Statt der prognostizierten 14,5 bis 15,0 Mio. Euro kündigte GESCO nun an, rund 12,4 Mio. Euro erwirtschaftet zu haben. Im Geschäftsjahr 2013/14 hatte GESCO bei einem Konzernumsatz von 453,3 Mio. Euro noch einen Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter in Höhe von 18,1 Mio. Euro erwirtschaftet.

Aufgrund des deutlich reduzierten Gewinns wird auch die Dividende für das Geschäftsjahr 2014/15 sinken. Nach 2,20 Euro je Aktie im Vorjahr sollen nun 1,75 Euro je Aktie ausgeschüttet werden. Auf Basis des aktuellen Kursniveaus bringt die Aktie damit eine Dividendenrendite von 2,3 Prozent auf die Waage. Mit einem 2015/16er KGV von 13 ist die Aktie nicht übertrieben teuer. Dennoch hat die Aktie durch die Kursperformance der letzten Monate einen deutlichen Bewertungsaufschlag erfahren, so dass das Potenzial zunächste begrenzt erscheint.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Kurstreiber könnten dann die erfolgreiche Sanierung der genannten Restrukturierungsfälle, eine anziehende Wirtschaft in Osteuropa, steigende Ölpreise sowie eine generelle konjunkturelle Verbesserung sein. GESCO selbst hat sich bislang für 2015/16 bedeckt gehalten und lediglich steigende Umsätze und einen Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter über dem aktuellen Wert, aber deutlich unter den Werten der Vorjahre, in Aussicht gestellt. Für die Aktie gibt es also genügend Gründe für steigende und fallende Kurse. Daher dürfte die Seitwärtsbewegung weitergehen. Neue Kursrekorde jenseits der 80 Euro sind zumindest nicht in Sicht.

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Bildquelle: Pressefoto GESCO AG


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