EVN: Die Dividende überzeugt

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Bildquelle: Pressefoto EVN AG

Die Versorger in Europa haben derzeit viele Probleme. Durch die zunehmende Bedeutung von Wind- und Solarenergie funktionieren die bisherigen Geschäftsmodelle nur noch zum Teil. Das betrifft auch den österreichischen Versorger EVN (WKN 878279). Dieser konnte im ersten Halbjahr dennoch Umsatz und Betriebsergebnis deutlich ausweiten. Investitionen sind jedoch teuer. Aus Anlegersicht überzeugt derzeit nur die Dividende.

Die Umsatzerlöse erhöhten sich im ersten Halbjahr 2014/15 um 6,5 Prozent auf 1,22 Mrd. Euro. Eine um ein Drittel erhöhte Stromeigenerzeugung, gesteigerte Erdgasvermarktungsaktivitäten sowie vorangegangene Preisentscheide in Bulgarien und Mazedonien waren hauptausschlaggebend für diese Entwicklung. Zusätzlich wirkten die Abrufe der als Reservekapazität gehaltenen Kraftwerke Theiß und Korneuburg zur Netzstabilisierung durch den österreichischen und den deutschen Übertragungsnetzbetreiber.

Ein leicht gesteigerter Personalaufwand, verringerte sonstige betriebliche Aufwendungen sowie ein Ergebnisanstieg bei den at Equity einbezogenen Unternehmen mit operativem Charakter führten zu einer EBITDA Steigerung um 18,1 Prozent auf 384,0 Mio. Euro. Neben investitionsbedingt erhöhten laufenden Abschreibungen kam es zu Wertminderungen in Höhe von 19,0 Mio. Euro, welche überwiegend auf die Schließung eines Kraftwerksblocks von Verbund am Standort des Gemeinschaftskraftwerks Dürnrohr mit April 2015 und einer darauf beruhenden Erwartung künftig erhöhter Instandhaltungs- und Betriebskosten zurückzuführen waren. Auf Basis dieser Entwicklungen ergab sich ein EBIT von 237,5 Mio. Euro, das um 19,5 Prozent über dem Ergebnis der Vergleichsperiode des Vorjahres lag. Nach Abzug der unveränderten Ertragsteuern und des Ergebnisanteils nicht beherrschender Anteile, belief sich das Konzernergebnis auf 165,4 Mio. Euro und lag damit um 0,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Chart: Guidants
Chart: Guidants

Der Chart zeigt die Seitwärtsbewegung der Aktie über die letzten Jahre. Impulse könnte hier der Ausblick bringen. Für das Geschäftsjahr 2014/15 geht EVN nach dem stabilen ersten Halbjahr weiterhin davon aus, dass das Konzernergebnis über dem Niveau des Jahres 2012/13 liegen wird. Die Dividende von zuletzt 0,42 Euro dürfte damit gesichert sein. Damit ergibt sich eine Rendite von über 4 Prozent. Damit das auch in Zukunft noch erzielt werden kann hat die EVN Investitionen von 1 Mrd. Euro innerhalb von vier Jahren in Niederösterreichs Versorgungssicherheit angekündigt und den Ausbau der erneuerbaren Energien gestartet. Große Kursgewinne sind in nächster Zeit nicht zu erwarten. Aber als Dividendenpapier taugt die Aktie weiterhin.

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Bildquelle: Pressefoto EVN AG


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